Fahrdienstleiter von Bad Aibling in Untersuchungshaft

Mann soll bis kurz vor Zusammenprall auf Handy gespielt haben

Zwei Monate nach dem Zugunglück von Bad Aibling mit elf Toten ist der Fahrdienstleiter in Untersuchungshaft genommen worden.

Bad Aibling - Dies teilte die Staatsanwaltschaft in Traunstein am Dienstag mit. Dem Mann werde vorgeworfen, auf seinem Handy bis kurz vor dem Zusammenprall der beiden an dem Unfall beteiligten Regionalzüge ein Computerspiel gespielt zu haben und dadurch abgelenkt gewesen zu sein.

Das Amtsgericht Rosenheim habe Untersuchungshaft wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angeordnet. Den Ermittlern zufolge wird dem Mann nach den neuen Erkenntnissen zu seiner Handynutzung nicht mehr nur Augenblicksversagen, sondern eine erheblich schwerer ins Gewicht fallende Pflichtverletzung vorgeworfen. Er habe das Spielen gestanden, aber bestritten, davon abgelenkt worden zu sein.

(xity, AFP)