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Fahimi: Pegida-Proteste vergiften politisches Klima

Tausende schließen sich Pegida-Demo in Dresden an

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi hat die Kundgebungen der islamfeindlichen Gruppierung Pegida als Gift für das "politische Klima" im Land bezeichnet.

Berlin - Sie sagte der "Passauer Neuen Presse", diese Demonstrationen schürten Hass und die Organisatoren dahinter trieben ein "gefährliches Spiel mit fremdenfeindlichen Ressentiments und tumben Vorurteilen".

Sie müsse Justizminister Heiko Maas (SPD), der die Pegida-Proteste in einem Interview als "Schande für Deutschland" bezeichnet hatte, "voll und ganz zustimmen", sagte Fahimi der Zeitung. "Das ist nicht Deutschland, unser Land ist weltoffen und tolerant."

Am Montagabend waren in Dresden erneut tausende Menschen einem Demonstrationsaufruf der Anti-Islam-Kampagne Pegida gefolgt. Nach Polizeiangaben beteiligten sich etwa 15.000 Menschen an der Kundgebung. An Gegenveranstaltungen nahmen demnach rund 6000 Menschen teil.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Innenministerium, Günter Krings (CDU), sagte der "Rheinischen Post", die Organisatoren der Proteste zeichneten ein "gefährlich verzerrtes Bild". Die Pegida-Verantwortlichen kritisierten eine angebliche Islamisierung, beschäftigten sich aber in ihren Forderungen vor allem mit den Flüchtlingen in Deutschland. Die Menschen, die etwa aus Syrien nach Deutschland kämen, seien selbst auf der Flucht vor Islamisten in ihren Heimatländern, sagte Krings.

Pegida steht für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Seit Wochen ruft das Bündnis zu Montagsdemonstrationen in Dresden auf. Die Bewegung protestiert gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes und fordert Asylrechtsverschärfungen.

(xity, AFP)


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