16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Fachdiskussion zum Thema Prostitution bei der SPD

Fachdiskussion zum Thema Prostitution bei der SPD

Besonderes Augenmerk auf den Jugendschutz

Der Einladung der SPD sind 50 Personen in den Sitzungssaal der SPD-Fraktion gefolgt um über das Problemthema Prostitution zu diskutieren.

Krefeld - Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Organisationen wurden eingeladen, die sich mit dem Thema Prostitution tagtäglich auseinandersetzen. "Wir haben uns im Rahmen einer Fachdiskussion intensiv mit der Prostitution und ihren Facetten in Krefeld beschäftigt. Um den Eindruck einer Wahlkampfveranstaltung zu vermeiden, hat diese Veranstaltung bewusst unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Alle Einladungen waren persönlich adressiert“, erklärt der ordnungspolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Ratsherr Hans Butzen.

"Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern herrschte schnell Konsens darüber, dass in Zukunft ein besonderes Augenmerk auf den Kinder- und Jugendschutz, die Sauberkeit sowie die Ausweitung des Sperrbezirkes gelegt werden muss“, sagt Hans Butzen (SPD).

Seitens der SPD nahm neben Hans Butzen, der die Veranstaltung moderierte, auch Bürgermeister Frank Meyer teil, dem der Dialog mit den Anwohnern sehr wichtig ist.

"Die Ausbeutung von Frauen durch Zwangsprostitution und die Dauerbelästigung der Anwohnerschaft sind unerträglich. Beides sind Probleme, denen wir uns stellen müssen. Es gilt jetzt den Frauen in Notlagen zu helfen und zu handeln, um die Anwohner zu schützen.“, erläutert Frank Meyer.

Neben dem Krefelder Polizeipräsidenten Rainer Furth und dem Gesundheits-dezernenten Thomas Visser nahmen auch Vertreter und Vertreterinnen von Sozialdienst katholischer Frauen, Gewaltenschutz, Frauenberatungsstelle, Staatsanwaltschaft und Gesundheitsamt teil. Auch Vertreter der anderen Stadtratsfraktionen waren gekommen.

Als besonderen Gast begrüßte Hans Butzen Helga Tauch von der Organisation SOLWODI ("SOLidarity with WOmen in DIstress“), die Frauen hilft aus der Prostitution auszusteigen. SOLWODI bietet ganzheitliche psychosoziale Betreuung und Beratung, sichere Unterbringung, Vermittlung juristischer und medizinischer Hilfe sowie die Unterstützung bei der Rückkehr in das Heimatland.

"Ich bin Frau Tauch sehr dankbar, dass sie uns an diesem Abend durch ein aufrüttelndes Impulsreferat einen Einblick in ihre Arbeit und die Szene der Prostitution in Deutschland gegeben hat“, erklärt Hans Butzen (SPD).

Die Anwohner rund um die Neue Ritterstraße, die insbesondere vom Straßenstrich betroffen sind, waren ebenfalls eingeladen und sind zahlreich erschienen. Sie beklagten sich über die unzumutbare Situation, die durch die Ausübung der Prostitution entstanden ist. Hans Butzen sagte zu, die Ergebnisse der Fachveranstaltung in der kommenden Sitzung des Stadtrates zu thematisieren.


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