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Experte: Taten wie Amokfahrt von Münster können "kollektives Trauma" auslösen

Solidarität und Kontrolle als Gegenstrategien empfohlen

Gewalttaten wie die Amokfahrt von Münster können in einer Stadt massive Ängste und Bedrohungsgefühle erzeugen.

Münster - Diese könnten durchaus als "kollektives Trauma" bezeichnet werden, sagte der Konfliktforscher Andreas Zick der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag. Entsprechende Taten erzeugten "Stress in einer Gemeinschaft".

Das Stressniveau könne durch "Solidarität und Kontrolle" gesenkt werden, ergänzte der Leiter des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung an der Universität Bielefeld im Gespräch mit dem Blatt. Für Opfer und Angehörige der Leidtragenden von Amoktaten daure die Verarbeitung auch mit professioneller Hilfe meist sehr lange.

In der in der Altstadt von Münster war am Samstagnachmittag ein 48-Jähriger mit seinem Auto in eine Restaurantterrasse gerast. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann wurden getötet. Der Täter erschoss sich im Wagen. Etwa 20 Menschen wurden verletzt, einige davon lebensgefährlich. Hinweise auf ein politisches Motiv gibt es nicht, vielmehr wird von Suizidabsichten ausgegangen.

(xity, AFP)


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