21.02.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Experten raten zur Impfung gegen Hirnhautentzündung

Experten raten zur Impfung gegen Hirnhautentzündung

Schutz bei Reisen nach Süddeutschland und Österreich

Kurz vor Beginn der Sommerferien rufen Experten zum Schutz gegen die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME auf.

Berlin - Rund vier Wochen vor Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern haben Experten zum Schutz gegen die durch Zecken übertragene Hirnhautentzündung FSME aufgerufen. Eine wirksame Impfung gegen die sogenannte Frühsommer-Meningoenzephalitis sei jetzt gerade noch möglich, teilte das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) am Donnerstag in Marburg mit. Wer eine Reise in ein FSME-Risikogebiet wie Bayern, Baden-Württemberg oder Österreich plane und noch nicht geimpft sei, "sollte keine Zeit verstreichen lassen".

FSME ist eine virusbedingte Hirnhaut- oder Gehirnentzündung und kann durch Zeckenbisse übertragen werden. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkrankten im vergangenen Jahr daran rund 420 Menschen. Gegen FSME schützt eine aus drei Einzeldosen bestehende Impfung, die dann alle drei bis fünf Jahre aufzufrischen ist. Wenn es schneller gehen muss, können aber auch zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen gegeben werden. Dies reiche "für einen belastbaren Schutz im Urlaub zunächst aus", erklärte DGK-Expertin Ute Arndt.

Derzeit gelten in Deutschland 142 Kreise als FSME-Risikogebiete. Dazu zählen fast ganz Bayern und Baden-Württemberg, wo es auch die meisten Krankheitsfälle gibt. Auch Teile von Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen und des Saarlands sind betroffen. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr der Vogtlandkreis in Sachsen. Auch vor Reisen ins Ausland, etwa nach Tschechien oder Österreich, kann eine FSME-Impfung ratsam sein.

(xity, AFP)


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