Ex-Verdi-Chef bewirbt sich für Listenplatz der Grünen bei Bundestagswahl

Bsirske rechnet sich gute Chancen auf Einzug ins Parlament aus

Der frühere Gewerkschaftschef Frank Bsirske will für die Grünen auf einem sicheren Listenplatz für den Bundestag kandidieren.

Berlin - Auf dem Parteitag der niedersächsischen Grünen Ende Mai trete er für Platz sechs der Landesliste an, sagte der ehemalige Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi der "Welt" vom Donnerstag. Bsirske äußerte sich selbstbewusst zu seinen Chancen: "Das ist ein sicherer und exponierter Listenplatz für einen, sagen wir mal, ebenfalls recht exponierten Kandidaten."

Seines Wissens werde es auf dem Parteitag keinen Gegenkandidaten geben, sagte der 69-Jährige, der sein Amt bei der Gewerkschaft 2019 aus Altersgründen niedergelegt hatte. Bsirske ist seit Mitte der 80er Jahre Mitglied der Grünen.

Derzeit entsenden die niedersächsischen Grünen sechs Abgeordnete nach Berlin, alle zogen über die Landesliste in den Bundestag ein. Die Partei rechnet angesichts der guten Umfragedaten mit mindestens zwölf niedersächsischen Grünen im nächsten Bundestag.

Bei dem Parteitag will sich auch der frühere Umweltminister Jürgen Trittin wieder um einen Platz im Parlament in Berlin bewerben. Er will für Platz vier der Landesliste kandidieren.

Bsirske begründete seinen geplanten Wechsel in die Bundespolitik mit der Notwendigkeit einer aktiven Klimapolitik. "Wir leben nicht in Zeiten, in denen man sich zurücklehnen und die anderen machen lassen sollte", sagte er in dem Interview. "Die nächsten fünf bis zehn Jahre werden darüber entscheiden, ob es gelingt, die Weichen einer gelingenden sozialökonomischen Transformation zu stellen und so einen Beitrag dazu zu leisten, den Klimawandel zu stoppen."

(xity, AFP)