Ex-FDP-Politiker bald kein Athen-Sonderbotschafter mehr

Chatzimarkakis: Finanzielle Entscheidung ist Grund

Der frühere FDP-Politiker Jorgo Chatzimarkakis beendet Anfang Mai sein Engagement als "Sonderbotschafter" Griechenlands.

Berlin - Darauf habe er sich mit der Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras bei einem Treffen in Athen verständigt, sagte Chatzimarkakis dem "Tagesspiegel". "Für mich war das keine politische Entscheidung, sondern eine finanzielle", ergänzte er. "Als Vater von drei Kindern kann man von einem halben Ehrenamt nicht leben."

Chatzimarkakis war vor einem Jahr von der vorherigen konservativen griechischen Regierung zum "Sonderbotschafter" Griechenlands bei der EU berufen worden. Nach eigenen Angaben erhielt Chatzimarkakis dafür 1000 Euro monatlich.

Seit Ende Januar wird Griechenland von einer Koalition aus der linken Syriza-Partei und der rechtspopulistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel) regiert. Der "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf Gerüchte aus Athener Regierungskreisen, Außenminister Nikos Kotzias wolle den ehemaligen griechischen Botschafter in Berlin, Dimitris Rallis, künftig mit der Beziehungspflege zu Deutschland betrauen.

(xity, AFP)