16.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Europäische Woche zur Abfallvermeidung

Europäische Woche zur Abfallvermeidung

Düsseldorf macht sich stark gegen Müll

Auch Düsseldorf beteiligt sich aktiv und kreativ an der "Europäischen Woche zu Abfallvermeidung (EWAV)", die vom 21. bis 29. November initiiert wird.

Düsseldorf - Beteiligt sind zahlreiche Akteure, unter anderem die Verbraucherzentrale NRW, die Awista GmbH, der Verein GarageLab und das städtische Umweltamt. "Dass es notwendig und oft ganz einfach ist, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen, sollen die Aktionen der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung auf unterhaltsame und kreative Weise zeigen", erklärt Umweltdezernentin Helga Stulgies zu den kommenden Aktionstagen.

Am ersten Tag der EWAV, Samstag, 21. November, 10 bis 13 Uhr, sind Besucherinnen und Besucher der Beratungsstelle Düsseldorf der Verbraucherzentrale NRW zu einer Buchtauschbörse mit Bastelaktionen eingeladen. Am neuen Standort der Beratungsstelle, Immermannstraße 51, werden Weihnachtstaschen aus ausrangierten Betttüchern gebastelt und Geschenkverpackungen aus Müll präsentiert. Von Samstag an bis Weihnachten veröffentlicht die Awista zudem 24 weihnachtliche Basteltipps zum "Basteln mit fast Weggeworfenem und Naturmaterialien" unter www.awista-duesseldorf.de/. Im Eingangsbereich der AWISTA-Hauptverwaltung (Höherweg 100) werden ab dem 23. November bis Weihnachten weihnachtliche Bastelarbeiten aus "Müll" und Naturmaterialien ausgestellt. Ein ganz neues Awista-Projekt, zusammen mit der Düsseldorfer Firma "PLUP planet upcycling", ist die Herstellung von Produkten wie Schlüsselbändern oder Taschen aus gebrauchter Müllwerkerkleidung. Die Produkte sollen noch in diesem Jahr zum Kauf angeboten werden.

Das Schaufenster der Düsseldorfer Verbraucherberatung ist unter dem Thema "Einweg vermeiden, Mehrweg fördern" gestaltet. Mit der "Werkstatt Ressourcenstorys gesucht" hat die Verbraucherzentrale zudem ein spannendes Bildungsangebot in petto, das sich ab der 7. Klasse eignet. Weitere Bildungsaktivitäten der Verbraucherzentrale handeln vom Müll trennen (Moppels Abenteuer) und der Altpapierverwertung (Papier selbst schöpfen). Beides sind Angebote für Kitas. Mehr Informationen gibt es unter Telefon 0211-710649-40 und duesseldorf.umwelt@vz-nrw.de

2,8 Milliarden "Coffee-to-go" - Einwegbecher landen hierzulande pro Jahr nach kurzem Gebrauch im Abfall, hat die Deutsche Umwelthilfe DUH errechnet. Aufeinandergestellt wäre das ein 300.000 Kilometer hoher Turm. Mitnahmegetränke erzeugen Massen von Müll. Darüber aufklären wollen Infostände von Awista und Verbraucherberatung vom 14. bis 16. Dezember auf dem Benrather Weihnachtsmarkt.

Das Umweltamt widmet sich dem Thema Abfallvermeidung im Internet auf der Seite "Zu schade für den Müll": www.duesseldorf.de/umweltamt/abfall/zuschademuell

Der Leser findet dort Hinweise und Adressen für eine sinnvolle Weiterverwendung von Möbeln, Elektrogeräten, Kleidung, Werk- und Spielzeugen oder sonstigem Hausrat. Ob als Spende an karitative Organisationen, Angebot auf einem der Düsseldorfer Flohmärkte, über Altkleidercontainer oder eine Anzeige in Zeitschriften und Internet - der Weg auf den Müll lässt sich für viele aussortierte, oft nur unmodern gewordene Güter verhindern. Auch für gebrauchte Baumaterialien finden sich Abnehmer.

Die Düsseldorfer Reparaturinitiative GarageLab veranstaltet in der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung am Samstag, 28. November, von 14 bis 18 Uhr die 17. Ausgabe des "Repair Café", und zwar am Vereinssitz im Hinterhof der Bilker Allee 217. Besucher können ein reparaturbedürftiges Kleingerät wie zum Beispiel einen Toaster oder einen Staubsauger mitbringen und machen sich dann gemeinsam mit den Fachleuten auf die Suche nach dem Fehlerteufel. 60 bis 65 Prozent der defekten Geräte können im Allgemeinen wieder in Gang gesetzt werden. Dazu halten Kaffee und Kuchen die Besucher und Helfer bei Laune. Ausführlichere Informationen finden sich auf der Website von GarageLab: http://garage-lab.de/repair-cafe-duesseldorf/

Von der Initiative "Düsseldorf, zu schön für Plastik" kommt die Aktion "Ich bin ein Verhüterli. Wir verhüten Plastiktüten." Einzelhändler, die auf Plastiktüten verzichten, sollen demnächst auf einer Website vorgestellt werden. Mit einem Sticker auf dem Schaufenster können sich Händler zu der Initiative bekennen. Als Alternative schlägt die Gruppe eigene Taschen oder Körbe, Baumwollbeutel oder Rücksäcke für den Einkauf vor. Mehr Infos finden sich auf Facebook.

Ein Beispiel aus dem schulischen Bereich: Die "UmweltAgenten" der Paulusschule arbeiten das ganze Vierteljahr über bis Weihnachten am Thema Abfall. Besonderes Augenmerk gilt dem Verpackungsmüll und der Mülltrennung in den Klassenräumen. Auch eine Aktion im Supermarkt gehört dazu. Dort wollen die Kinder Verpackungen untersuchen, nach Alternativen Ausschau halten sowie zählen, wie viele Kunden sich eine Plastiktüte geben lassen. Gebastelt wird während der EWAV am 26. November: Aus Kaffeesatz werden Recycling-Schalen.

Bundesweit wird im Rahmen der EWAV die beste Aktion zur Abfallvermeidung gesucht, und zwar in zwei Kategorien. Schülergruppen ab der 9. Klasse und Berufsschulgruppen haben die Chance auf 1.000 Euro für die Klassenkasse. Alle weiteren Akteure können sogar 3.000 Euro gewinnen. Informationen gibt es im Netz unter www.wochederabfallvermeidung.de/preise


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