03.04.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Erstmals Rad- und Gehweg auf altem HGK-Gleis

Erstmals Rad- und Gehweg auf altem HGK-Gleis

Maßnahme zur Förderung des Radverkehrs in Köln

Die Stadt Köln hat in Merkenich westlich von den Gleisen der KVB zwischen der Emdener Straße und der Causemannstraße einen neuen Geh- und Radweg errichtet.

Köln - Und dies erstmals in Köln auf einem früheren Güterzuggleis der „Häfen und Güterverkehr Köln“ (HGK). Durch die Verbindung verkürzen sich die Nord-Süd-Verbindung sowie die Verbindung zur Leverkusener Brücke für zu Fuß Gehende und Radfahrende.

Aktuell verläuft die Nord-Süd-Verbindung am Rhein, die auch Teil des Radverkehrsnetzes NRW und des touristischen Netzes der Radregion Rheinland ist, über die Emdener Straße, den Ivenshofweg und die Merkenicher Hauptstraße durch den Stadtteil Merkenich. Hierbei wird der Radverkehr hauptsächlich im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Zukünftig wird der Radverkehr in diesem Bereich vor allem auf Radwegen und auf vom Kfz-Verkehr wenig befahrenen Straßen unterwegs sein.

Einzelheiten zum neuen Geh- und Radweg in Merkenich
Der neue Radweg stellt eine direkte Verbindung von der Emdener Straße nach Norden in Richtung Causemannstraße dar. Er ist etwa 420 Meter lang und vier Meter breit. Zur Gewährleistung einer sicheren Führung auch bei Dunkelheit wurde auf beiden Seiten am Wegesrand eine durchgehende Fahrbahnrandmarkierung aufgetragen. Eine Beleuchtung wurde aus Umweltschutzgründen nicht installiert.

Hintergrund
Die Initiative zum Bau der Rad- und Gehwegverbindung ging vom Bürgerverein
Merkenich e. V. aus. Auf Antrag des Bürgervereins hat die Bezirksvertretung Chorweiler den Beschluss gefasst, zwischen der Emdener Straße und der Causemannstraße einen neuen Geh- und Radweg zu bauen.

Die RheinEnergie AG hatte in diesem Bereich Versorgungsleitungen von ihrem Umspannwerk am Ivenhofweg zum Ford-Werk nach Fühlingen verlegt und einen Wirtschaftsweg westlich der KVB-Gleise in Anspruch genommen. In diesem Zusammenhang kam der Bürgerverein Merkenich auf die RheinEnergie zu und bat um Unterstützung bei der Umgestaltung des Wirtschaftswegs – vormals das HGK-Gleis – als Radweg. In dem Gemeinschaftsprojekt hat die RheinEnergie AG daraufhin die Kosten der Planung übernommen, die Stadt Köln hat den Bau des Geh- und Radweges finanziert. Nach viermonatiger Bauzeit wird der Weg heute, Mittwoch, 18.03.2020, für den Fuß- und Radverkehr freigegeben. Die reinen Baukosten liegen bei rund 190.000 Euro.

Ausblick
Der Neubau dieses Weges stellt den ersten Bauabschnitt einer neuen Verbindung von der Emdener Straße zur Leverkusener Brücke dar. Im zweiten Bauabschnitt wird eine Verbindung von der Causemannstraße zum Spoerkelhof geschaffen. Im Rahmen des Neubaus der Rheinbrücke der BAB 1 wird im dritten Bauabschnitt eine neue Geh- und Radwegrampe vom Spoerkelhof zum südlichen Geh- und Radweg der Autobahnbrücke gebaut (siehe Anlage). Die begleitenden Geh- und Radwege an der noch neu zu bauenden Rheinbrücke der BAB 1 werden von 2,00 bzw. 2,50 Metern auf der Bestandsbrücke auf beidseitig je 3,25 Meter auf der neuen Brücke verbreitert. In Richtung Innenstadt ist die Sanierung der Radverkehrsanlagen entlang der Emdener Straße geplant.

Ziel ist es, spätestens mit der Fertigstellung der Leverkusener Brücke, die derzeit für 2024 vorgesehen ist, eine komfortable und lückenlose Geh- und Radwegverbindung zwischen Merkenich und der Bundesautobahn 1 fertig gestellt zu haben.

Radverkehr im Stadtbezirk Chorweiler
Zur weiteren Förderung des Radverkehrs in Chorweiler hat die Bezirksvertretung Chorweiler beschlossen, im Jahr 2020 einen „Runden Tisch Radverkehr“ einzuführen. Dort gibt es die Möglichkeit, einen direkteren Austausch von Politik, Verwaltung und Verbänden zu erreichen.

Ausgewählte Maßnahmen zur Verbesserung des Radverkehrs im Jahr 2020 im Stadtbezirk:
- Oranjehofstraße: In Höhe des Fühlinger Sees werden die Geh- und Radwege saniert.
- Neusser Landstraße: In Worringen wird aktuell eine Planung für die Generalsanierung der Straße erarbeitet. Im Zuge der Sanierung wird die Radverkehrsführung optimiert und die Radverkehrsanlagen in diesem Zuge deutlich verbreitert.


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