16.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Erneut zieht eine Unwetterfront über Deutschland

Erneut zieht eine Unwetterfront über Deutschland

Verletzte bei Bahnunglück - Musikfestival wird abgebrochen

Erneut zog ein Unwetterfront über Deutschland und richtete enorme Schäden an.

Berlin - Die Reihe der schweren Unwetter in Deutschland reißt nicht ab: Nach einer kurzen Hitzewelle zog erneut eine Unwetterfront mit Gewittern und Starkregen über das Land. In Rheinland-Pfalz wurden am Samstagmorgen zehn Menschen bei einem Zugunglück verletzt, weil ein Regionalexpress wegen eines Erdrutsches entgleiste. In Baden-Württemberg wurde ein Musikfestival abgebrochen. Am Sonntag wurde der Rhein bei Karlsruhe für die Schifffahrt gesperrt.

Der Regionalexpress entgleiste nach Angaben der Deutschen Bahn auf der Rheinstrecke zwischen Oberwesel und Bacharach. Bei dem Unglück wurden nach Angaben der Bundespolizei zehn Menschen verletzt. In der Region hatten die schweren Unwetter zu einer Reihe von Erdrutschen geführt und Gleise unterspült.

Der Streckenabschnitt auf der linken Rheinstrecke zwischen Boppard und Bingen blieb am Wochenende gesperrt. Die Reparaturarbeiten könnten nach Angaben eines Bahnsprechers noch einige Tage in Anspruch nehmen. Es wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet.

In Baden-Württemberg musste im Kreis Tuttlingen wegen eines Unwetters am Freitagabend das "Southside Festival" mit 60.000 Besuchern abgebrochen werden. Mehr als 80 Menschen wurden verletzt. Laut Polizei mussten 25 Menschen wegen leichter Verletzungen im Krankenhaus behandelt werden. 57 weitere leicht verletzte Konzertbesucher wurden vor Ort behandelt.

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage wurde der Rhein bei Karlsruhe am Sonntag vorübergehend für die Schifffahrt gesperrt. Auf dem Abschnitt zwischen Iffezheim und Germersheim durften seit dem frühen Sonntagmorgen vorerst keine Schiffe mehr fahren, wie ein Sprecher der Polizei Karlsruhe sagte.

Der Wasserpegel hatte in der Nacht in Karlsruhe-Maxau den Stand von 7,50 Metern erreicht. Ab dieser Höhe wird die Schifffahrt gestoppt. Am Sonntag wurde keine Freigabe mehr erwartet, weil der Pegel bis zum Sonntagnachmittag zunächst weiter steigen sollte.

Seit Freitagnachmittag war ein Unwetterfront über Deutschland gezogen. Besonders stark traf es den Ort Stromberg im Hunsrück, wo ein Unwetter schwere Schäden anrichtete. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) machte sich am Samstag vor Ort selbst ein Bild. "Die Gewalt der Unwetter und ihre dramatischen Folgen für die Menschen vor Ort machen mich sehr betroffen", erklärte Dreyer. Der Ministerrat werde sich kommende Woche erneut mit den Folgen der Unwetter befassen.

Am Sonntag beruhigte sich das Wetter in Deutschland. In den vergangenen Wochen hatten schwere Unwetter immer wieder für Überschwemmungen und schwere Schäden gesorgt.

(xity, AFP)


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