Erneut Wohnungsdurchsuchung in Berlin wegen Juwelendiebstahls aus Grünem Gewölbe

Ermittler beschlagnahmen Beweismittel - Flüchtiger Verdächtiger nicht gefasst

Im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl aus dem Dresdner Grünen Gewölbe ist erneut eine Wohnung in Berlin durchsucht worden.

Berlin - Bei dem Einsatz im Bezirk Neukölln wurden am Dienstag zwei Handys und mehrere Dokumente beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden mitteilten. Die Ermittler wurden demnach von Spezialeinsatzkräften unterstützt.

Ein noch flüchtiger 21-jähriger Tatverdächtiger, nach dem seit Wochen öffentlich gefahndet wird, wurde den Angaben zufolge nicht in der Wohnung angetroffen. Nach ihm werde weiterhin mit Hochdruck gesucht, erklärten die Ermittler. Der zunächst ebenfalls flüchtige Zwillingsbruder des Manns war Mitte Dezember in Berlin-Neukölln festgenommen worden.

Bereits vier Wochen zuvor hatten die Ermittler in Berlin bereits drei Verdächtige aus dem kriminellen Clanmilieu gefasst, die den Einbruch in das Grüne Gewölbe vor mehr als einem Jahr begangen haben sollen. Die 23 bis 26 Jahre alten Männer sitzen in Untersuchungshaft.

Ende November 2019 hatten mehrere Einbrecher aus dem Grünen Gewölbe in Dresden historischen Juwelenschmuck aus dem 18. Jahrhundert von großem Wert gestohlen. Anschließend flohen sie mit einem Auto, das sie später in Brand setzten. Der Coup löste international große Aufmerksamkeit aus.

Der Remmo-Clan, zudem die Tatverdächtigen gehören, ist der Polizei bereits einschlägig bekannt. Einige seiner Mitglieder waren 2017 an einem Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum beteiligt. Sie wurden dafür im Februar dieses Jahres verurteilt.

(xity, AFP)