12.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Erneuerung des Marstallgiebel am Schloss Jägerhof

Erneuerung des Marstallgiebel am Schloss Jägerhof

Startschuss für Restaurierung

Nach mehreren Jahren der Vorbereitung konnte jetzt mit der Restaurierung des Hauptgiebels vom ehemaligen Marstall von Schloss Jägerhof begonnen werden.

Düsseldorf - Dank finanzieller Unterstützung durch den Landschaftsverband Rheinland und bürgerschaftliches Engagement sind inzwischen drei Restauratoren mit der Freilegung der Holzschnitzereien beschäftigt. Die Stadt Düsseldorf stellt einen Arbeitsraum mit der erforderlichen technischen Ausstattung und das während der technologischen Untersuchung entwickelte Know-how zur Verfügung.
Zur Historie der Marstallgiebel
Die zur Restaurierung vorgesehenen Marstallgiebel stammen vom ehemaligen Jagdzeughaus von Schloss Jägerhof. Es handelt sich um barocke Holzbildhauerarbeiten mit sehr qualitätvollen Darstellungen von Jagdmotiven. Die 1713 entstandenen drei Giebelfelder sind für die Region von großer Bedeutung, da sie wichtige Zeugnisse der Hofkunst unter Kurfürst Jan Wellem darstellen, von der sich insgesamt nur wenig erhalten hat. 2012 erfolgte deshalb die Eintragung als bewegliches Denkmal in die Denkmalliste. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude, an denen die Schnitzereien fest montiert waren, vollständig zerstört. Teile von zwei Giebelfeldern konnten gerettet und eingelagert werden. Ziel ist, den Fortbestand dieses einmaligen Kulturgutes dauerhaft zu sichern und es für die Bürgerinnen und Bürger wieder erlebbar zu machen.
Zwei Jahre für die Restaurierung
Die nun in Angriff genommenen Arbeiten folgen einem Konzept, das im Restaurierungszentrum der Landeshauptstadt Düsseldorf /Schenkung Henkel entwickelt worden ist. Ziel des Marstallprojektes sind die spätere Aufstellung des Hauptgiebels im Außenraum und die Konservierung des nur noch fragmentarisch überlieferten nordöstlichen Nebengiebels für eine museale Präsentation im Innenraum.
Am Hauptgiebel sind im Anschluss an die Freilegung Ergänzungen in Holz vorgesehen. Anschließend soll das Schnitzwerk durch Rekonstruktion der Fassung weitestgehend an das originale, helle Erscheinungsbild angenähert werden. Die Projektleitung hat der langjährige Mitarbeiter des Restaurierungszentrums Dipl.-Rest. Jürgen Bandsom übernommen. Die Restaurierung der Marstallgiebel ist auf zwei Jahre ausgelegt; rund 290.000 Euro sind dafür veranschlagt.

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