10.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ermittlungen gegen Gysi werden sich Wochen hinziehen

Ermittlungen gegen Gysi werden sich Wochen hinziehen

Staatsanwaltschaft geht neuen Hinweisen nach

Wegen des Vorwurfs der eidesstattlichen Falschaussage werden Ermittlungen gegen Linken-Fraktionschef Gregor Gysi geführt.

Berlin - Die Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft, Nana Frombach, sagte, es gebe neue Hinweise, die auf ihre Verfahrensrelevanz hin geprüft werden sollten. Daraus könne sich die Notwendigkeit der Vernehmung weiterer Zeugen ergeben. Bei ihnen handele es sich um ehemalige Mitglieder des Zentralkomitees der SED in der DDR.

Die neuen Ermittlungen können Frombach zufolge Wochen oder gar Monate in Anspruch nehmen. Zuvor war davon ausgegangen worden, dass die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in dieser Woche abschließt und entscheidet, ob sie gegen Gysi Anklage erhebt oder nicht.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg hatte auf eine Strafanzeige hin Anfang vergangenen Jahres Ermittlungen wegen des Verdachts der falschen eidesstattlichen Versicherung im Zusammenhang mit Gysis früherer Tätigkeit als Anwalt von DDR-Dissidenten eingeleitet. Nach einem Pressebericht soll Gysi 1989 der Stasi über ein Interview mit dem "Spiegel" berichtet haben, obwohl er in der Versicherung angab, nicht "wissentlich oder willentlich" mit der Stasi über Mandanten oder "sonst jemanden" gesprochen zu haben.

Vor Gericht hat sich Gysi bisher stets erfolgreich gegen den Vorwurf gewehrt, er habe Mandanten in der DDR verraten oder ausspioniert.

(xity, AFP)


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