29.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Ermittler heben internationalen Drogenschmugglerring aus

Ermittler heben internationalen Drogenschmugglerring aus

Bande schmuggelte 5,6 Tonnen Marihuana in Betonklötzen

Ermittler aus Bayern und Sachsen-Anhalt haben eine internationalen Drogenbande ausgehoben, die Marihuana in Betonklötzen eingegossen ins Land geschmuggelt hat.

München - Neun Tatverdächtige wurden festgenommen, wie das Zollfahndungsamt München mitteilte. Die Bande soll über längere Zeit große Mengen Marihuana von Albanien aus nach Deutschland, Italien und in die Niederlande geschmuggelt haben. Die Drogen waren laut Zollfahndung raffiniert getarnt: Das gut verpackte Marihuana wurde in Betonklötze eingegossen und als "Natursteinquader aus Granit" per Lastwagen transportiert.

Auf diese Weise schmuggelte die Drogenbande laut Zollfahndungsamt schätzungsweise insgesamt 5,6 Tonnen Marihuana mit einem Straßenverkaufswert von rund 50 Millionen Euro.

Als Hauptverdächtige gelten demnach zwei in Schleswig-Holstein ansässige Brüder. Die 44 und 49 Jahre alten Männer sollen für die Bande die Drogengeschäfte für Deutschland und die Niederlande abgewickelt haben. Die Geschäfte liefen über eine konspirative Wohnung im Großraum Halle in Sachsen-Anhalt.

Ende April wurden sieben der bislang neun Festgenommenen auf frischer Tat ertappt, nachdem sie 150 Kilogramm der Droge auf einem verlassenen Fabrikgelände südlich von Halle deponiert hatten. Neben dem Rauschgift beschlagnahmten die Fahnder drei hochwertigen Autos, zwei Motorräder, insgesamt rund 80.000 Euro Bargeld sowie mehrere hochwertige Uhren.

Bereits im vergangenen Oktober war den Ermittlern bei Nürnberg ein Lastwagen mit einer als "Natursteinquader" deklarierten Fracht ins Netz gegangen. Im Inneren des Betonklotzes fanden sie hunderte Pakete Marihuana. Die weiteren Ermittlungen brachte die Fahnder dann auf die Spur des Brüderpaares.

(xity, AFP)


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