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Erlebnisunterricht "Busschule" für 11.500 Schüler

Wie der Schulweg für Kinder noch sicherer wird

20 Klassen aller Grundschulen in Hilden nehmen zurzeit am verkehrspädagogischen Projekt Busschule teil. Das Training zeigt den Schülern, wie man sich in Bus und Bahn richtig benimmt, um Unfälle zu vermeiden.

Düsseldorf - Das kindgerechte Sicherheitstraining ist eine Kooperation der Stadt Hilden, der Eugen-Otto-Butz-Stiftung, der Verkehrsunfall- und Kriminalprävention der Kreispolizei Mettmann und der Rheinbahn. Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben in den letzten Jahren gezeigt, wie wichtig und sinnvoll die Busschule ist. Seit ihrem Start im Jahr 2002 stand sie für die Hildener Schüler 383 Mal auf dem Stundenplan, 11.490 Kinder haben teilgenommen - davon rund 600 allein in diesem Jahr.

Stiftung für Verkehrssicherheit
Stadt Hilden und Rheinbahn teilen sich die Kosten der Busschule. Die Eugen-Otto-Butz-Stiftung, die wiederum einen Teil der städtischen Finanzierung übernimmt, setzt sich für die Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr ein. Sie fördert Projekte und wissenschaftliche Untersuchungen zur Unfallprävention und zur Verbesserung der Mobilität. Zusätzlich stellt Hildens Bürgermeisterin Birgit Alkenings den zweiten Teil der Kosten aus den Stadtetat zur Verfügung, um die Busschule für alle Viertklässler aus Hilden anzubieten. „Dieses Engagement ist vorbildlich. Die Stadt Hilden übernimmt damit in vorausschauender Weise Verantwortung für ihre jungen Bürger, die mit Bahnen und Bussen unterwegs sind; eine gute Investition in die Zukunft“, sagt Rheinbahn-Marketingleiterin Chantal Kleine.

Ziel der Busschule ist es, die Sicherheit auf dem Schulweg und in der Freizeit zu erhöhen, Unfällen vorzubeugen, die Kinder für Gefahrenquellen zu sensibilisieren und ihre Kompetenz rund um das Thema Mobilität zu erhöhen. Täglich sind circa 80.000 Schüler mit den Fahrzeugen der Rheinbahn im ganzen Netz unterwegs. Dabei bieten Bus und Bahn im Vergleich zum Fahrrad oder zum Fußweg die sicherste Mobilität für die Kinder - denn nur sieben Prozent aller Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr ereignen sich im Zusammenhang mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Unfälle mit Schulkindern als Beifahrer im Pkw auf dem Schulweg haben sogar zugenommen.

Im Mittelpunkt des Trainings stehen folgende Elemente:
- Der Weg zur Haltestelle: Rechtzeitig losgehen, sehen und gesehen werden, Wahl des sichersten, nicht des kürzesten Weges.

- Die Haltestelle: Wo stehe ich sicher? Welchen Platz braucht der Bus beim Anfahrender Haltestelle? Mutproben, Spielen und Rangeln.

- Ein- und Aussteigen: Wie geht es für alle am sichersten und schnellsten, ohne Drängelei?

- Verhalten im Bus: Wie stehe und sitze ich richtig? Wohin mit dem Tornister? Wie sichere ich mich ab?

Das von der Rheinbahn entwickelte Konzept ist teilnehmerzentriert und auf Erlebnisunterricht ausgerichtet. Es macht den Kindern anschaulich klar, welche Gefahren im Straßenverkehr lauern und wie man sie vermeidet. Gemeinsam werden einfache Regeln erarbeitet, die die Kinder direkt vor Ort ausprobieren und trainieren können.


Erlebnisunterricht "Busschule" für 11.500 Schüler
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