Erinnerungen einer schottische Kindheit und Jugend

Black Box zeigt Bill-Douglas-Trilogie

Mit seiner Trilogie My Childhood/Meine Kindheit, My Ain Folk/Meine eigenen Leute und My Way Home/Mein Weg nach Hause setzte Bill Douglas der eigenen, verlorenen Kindheit und Jugend in einem schottischen Bergarbeiterdorf ein Denkmal.

Düsseldorf - Ohne viele Dialoge, in dafür umso eindringlicheren Szenen, skizziert er seine Erinnerungen an ein Aufwachsen in bettelarmen Verhältnissen und die grausamen Erfahrungen eines vernachlässigten Kindes: ein Leben von der Hand in den Mund, der Verlust geliebter Menschen und Tiere, das Abgeschobenwerden zu immer entfernteren Verwandten, Ausbrüche von Verzweiflung und Gewalt. Mit kleinem Budget und Laienschauspielern in seinem Heimatort gedreht, gehen die Filme in ihrer Form dennoch über klassische Werke des sozialen Realismus hinaus.
Den Schwarzweiß-Bildern und langen Einstellungen wohnt eine eigentümliche, beinahe expressionistische Qualität inne. Bill Douglas, geboren in einem schottischen Bergarbeiterdorf, wurde nach seinem Schulabschluss Bergmann. Mit 25 Jahren ging er nach London, wo er als Schauspieler unter anderem bei Joan Littlewood arbeitete. Die erste Filmregie "Come Dancing", 1970, folgte in der London Film School. Sein Trilogie-Projekt wurde von der Produktionsabteilung des London Film Institute mit einer Prämie gefördert.
Die gesamte Trilogie wird in der Black Box des Filmmuseums, Schulstraße 4, am Sonntag, 5. Oktober, ab 17.15 Uhr, hintereinander gezeigt und zum Sonderpreis von 15 Euro angeboten, ermäßigt 12 Euro. Die Filme werden am Mittwoch, 8. Oktober, beziehungsweise Sonntag, 12. Oktober, wiederholt. Weitere Infos: www.duesseldorf.de/filmmuseum.

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