16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Erfolgreiches letztes Jahr für die SWK Krefeld

Erfolgreiches letztes Jahr für die SWK Krefeld

Dividende von 15 Millionen Euro geht an die Stadt

Im Geschäftsjahr 2013 haben die Stadtwerke Krefeld (SWK) den Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro gesteigert.

Krefeld - Drohverlustrückstellungen in den Geschäftsfeldern Energie und Entsorgung und deren steuerliche Behandlung haben allerdings zu einem negativen Konzernjahresergebnis von 13 Millionen Euro geführt. Ein operativ gutes Ergebnis ermöglicht der SWK AG dennoch erneut eine Dividendenausschüttung in Höhe von rund 15 Millionen Euro an ihren Eigentümer, die Stadt Krefeld.

Das Investitionsvolumen des Konzerns erhöhte sich von 38,4 Millionen Euro um knapp 80 Prozent auf 69 Millionen Euro. Dies liegt insbesondere in der Anzahlung für die zwölf neuen Niederflurstraßenbahnen der SWK Mobil in Höhe von rund 20 Millionen Euro begründet. Die Mitarbeiterzahl erreichte mit 2598 – auch durch die Übernahme der lekker Energie GmbH – einen neuen Höchststand im SWK-Konzern.

Im dritten Jahr in Folge zahlt die SWK AG auch die zugesagten Zusatzbeiträge für den städtischen Haushalt in Höhe von fünf Millionen Euro. Der Zufluss an die Stadt Krefeld beläuft sich für 2013 auf 28,2 Millionen Euro, bestehend aus dem Jahresüberschuss und der Konzessionsabgabe. In den vergangenen fünf Jahren hat die SWK insgesamt mehr als 136 Millionen Euro an die Stadt Krefeld ausgeschüttet.

Auch in 2013 leistete die SWK wieder mit rund 91 Millionen Euro einen hohen Beitrag zum so genannten "Citizen Value“. Zum Citizen Value wird beispielsweise gezählt, dass die SWK jährlich Aufträge in Höhe von rund 30 Millionen Euro an lokale und regionale Unternehmen vergibt und damit Arbeitsplätze in der Region sichert. Auch die Übernahme von Verlusten aus dem ÖPNV (knapp 18 Millionen Euro) und die Gewerbesteuer in Höhe von rund 7,3 Millionen Euro, die der Stadt zugute kommt, fallen hierunter.

Fortgesetzt wird in Krefeld die Modernisierung der Straßenbahnflotte. 19 moderne Niederflurstraßenbahnen sind 2010 in Betrieb genommen worden. Aufgrund der positiven Erfahrungen wurden zwölf weitere Exemplare für rund 30 Millionen Euro bestellt. Die erste dieser Bahnen wird im Sommer in den Linienbetrieb gehen. Bis Ende 2014 werden dann alle zwölf Bahnen im Betrieb sein. Dann ist die komplette Straßenbahnflotte der SWK auf Niederflurtechnologie umgestellt.

Im Geschäftsfeld Wasser konnte die SWK in 2013 ihr Projekt Entcarbonisierung erfolgreich abschließen. Damit hat ganz Krefeld nun flächendeckend weicheres Wasser mit 13 Grad Deutscher Härte (dH). Ein neues Tarifmodell mit einer gerechteren Verteilung von fixen und variablen Preisbestandteilen soll noch in 2014 eingeführt werden. Das neue Tarifmodell für Krefeld sieht zukünftig einen Systempreis und einen nach wie vor über die abgenommene Menge abgerechneten Mengenpreis vor. Der Systempreis bemisst sich bei Wohngebäuden nach der Anzahl der Wohneinheiten. Gewerbe, Industrie und alle anderen versorgten Objekte werden in Verbrauchsklassen unterteilt. Somit sollen die unterschiedlichen Nutzergruppen angemessener an den Systemkosten beteiligt werden.

Im Geschäftsfeld Entsorgung konnten operativ alle Erwartungen in den Gesellschaften erfüllt werden. Der weiterhin bestehende Preisdruck im Bereich der Abfallverbrennung führt bei weggefallenen Zuweisungen insbesondere in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln bei gleichzeitig auslaufenden Kommunalverträgen und Überkapazitäten für Siedlungsabfällen zu einem intensiven Preiskampf in Ausschreibungen. Ausschreibungserfolge der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) führen somit zur Mengensicherung der Müllverbrennungsanlage in Krefeld, andererseits aber zur handelsrechtlich erforderlichen Bildung von Rückstellungen über die gesamte Laufzeit der Vertragsverpflichtungen der EGN. So hat beispielsweise die Stadt Mönchengladbach ihre Entsorgungsdienstleistungen für jährlich etwa 46 000 Tonnen Restmüll neu ausgeschrieben. Die Bildung von Drohverlustrückstellungen im Jahresabschluss 2013 der EGN belasten das Konzernergebnis mit rund 40 Millionen Euro.


Tags:
  • Krefeld
  • SWK
  • Strom
  • Bilanz 2013
  • SWK
  • Dividende
  • Millionen
  • Stadt Krefeld

Copyright 2018 © Xity Online GmbH