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Erfolgreiche Fahndung gegen illegalen Tierhandel

Pfeilgiftfrösche bei Züchter beschlagnahmt

Am 05. Juni 2016 beschlagnahmten Fahnderinnen und Fahnder des Zollfahndungsamtes Essen bei einem Froschzüchter in Siegen elf vom Aussterben bedrohte, sehr seltene Pfeilgiftfrösche (Oophaga histrionica).

Essen/Siegen -  Durch einen anonymen Hinweis kamen die Fahnder auf die Spur des 43-Jährigen Siegeners.  Der Hinweisgeber gab an, dass bei dem Siegener geschützte Pfeilgiftfrösche illegal gehalten und verkauft werden. Daraufhin leitete die Staatsanwaltschaft Siegen ein Ermittlungsverfahren ein und erließ den Durchsuchungsbeschluss.

Im Rahmen der Durchsuchung zeigte der Siegener Züchter den Ermittlern seine legale Froschzucht und hoffte, die Sache sei damit erledigt. Doch mit der Vollstreckung des Durchsuchungsbeschlusses in dem mehrstöckigen Einfamilienhaus fanden die Zöllner eine verschlossene Tür. Der Züchter behauptete, dass genau dieser eine Raum, mitten in der Wohnung untervermietet sei. Daraufhin lenkte der Züchter mit den Worten, "Jetzt habt ihr mich!" ein und öffnete den Raum. In dem Raum fanden die Fahnder geheime, illegale Pfeilgiftfroschzucht.

Als ihm klar wurde, dass seine teuren Frösche beschlagnahmt wurden, brach er unter Tränen zusammen. Die Frösche wurden vorläufig in einer zoologische Abteilung in Bonn untergebracht.

"Dem Handel mit artengeschützten Tieren gilt ein besonderes Interesse des Zolls", so die Sprecherin des Zollfahndungsamtes Essen, das für ganz NRW zuständig ist.


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