31.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Erfolg für Brendel, Hoff und Rauhe/Liebscher

Erfolg für Brendel, Hoff und Rauhe/Liebscher

Weiße Weste im Weltcup

Die Weltcupsieger von Mailand und Racice Sebastian Brendel im C1 und Max Hoff im K1 über 1000m sowie Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden) im K2 über 200m behielten mit erneuten Siegen am Wochenende in Szeged ihre weiße Weste im Weltcup.

Szeged - C1-Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) bezwang im 1000m-Finale mit knapp 1,5 Sekunden Vorsprung den amtierenden Weltmeister Attila Vajda (HUN) und meinte nach seinem Sieg: der "Es hat super Spaß gemacht, hier vor einer der besten Kulissen im Weltcup zu fahren. Natürlich bin ich super glücklich, nunmehr drei Weltcupsiege errungen zu haben. Das Ergebnis zeigt, dass sich die Arbeit im Winter gelohnt hat. Ich hoffe nun, die Form bis zur EM und dann schließlich bis zur WM halten zu können.“ Der 26-jährige Bundespolizist siegte am Sonntag auch über 500m und ist damit erfolgreichster DKV-Athlet des dritten Weltcup-Wochenendes.

Erneut ein souveränes 1000m-Rennen zeigte auch K1-Weltmeister Max Hoff (Essen) und fand sich danach auf dem Siegerpodest umrahmt von den Australiern Murray Stewart auf Platz zwei und Ken Wallace auf Rang drei wieder. Hoff äußerte nach seinem Erfolg: "Es war ein gutes Rennen. Ich bin sehr glücklich. Es hat sich gezeigt, dass es richtig war, mich dieses Jahr auf den Einer zu konzentrieren.“ Im heutigen 500m-Finale kam der 31-Jährige hinter dem Dänen Poulsen, dem Bulgaren Kirchev und dem Kanadier van Koeverden auf Rang vier. Sowohl Sebastian Brendel als auch Max Hoff haben damit bei den Weltmeisterschaften Anfang August in Moskau beste Chancen, ihren Weltcup-Gesamtsieg von 2013 zu verteidigen.

Auf einen Traumstart in die internationale Saison blickt auch das neu formierte Sprint-Duo Ronald Rauhe (Potsdam) und Tom Liebscher (Dresden zurück. Nach Siegen in Mailand und Racice über die Olympiasieger und amtierenden Weltmeister aus Russland Postrygay/Dyachenko, die in Szeged nicht am Start waren, setzte sich das DKV-Boot diesmal vor den Vizeweltmeistern Heath/Schofield aus Großbritannien und dem Boot aus Litauen Lankas/Romanauskas durch. Einen weiteren Sprintsieg verzeichnete das Team von Chefbundestrainer Reiner Kießler am heutigen Tag durch die C2-Weltmeister Robert Nuck und Stefan Holtz (beide Leipzig).

Mit jeweils Rang zwei konnten sowohl die K2-Weltmeister Max Rendschmidt (Essen) und Marcus Groß (Berlin) als auch der neue C2 mit Yul Oeltze (Magdeburg) und Ronald Verch (Potsdam) über 1000m ihre Weltcup-Siege von Racice zwar nicht wiederholen, dennoch zeigten beide Boote gegen die starke Konkurrenz insbesondere aus Ungarn erneut eine achtbare Leistung. Rendschmidt/Groß unterlagen trotz eines "super Rennens“, wie Herren-Bundestrainer Detlef Hofmann einschätzte, um lediglich knapp vier Hundertstelsekunden dem französischen Duo Hybois/Hubert. Dem deutschen Boot war dabei ein Mißgeschick passiert, von dem sie zunächst gar nichts mitbekommen hatten, das die Medaillenträume aber schnell hätte beenden können: "Ich habe erst beim Verwiegen nach dem Rennen gesehen, dass mein Paddel beim Start angebrochen ist“, berichtete Max Rendschmidt nach dem Finale.
Im C2 schoben sich Oeltze/Verch (Potsdam) mit ihrem zweiten Rang in die Phalanx der Ungarn mit den Siegern Mike/Vasbanyai und den Bronzemedaillengewinnern Varga/Vass. "Vom Start bis ins Ziel war es ein super Rennen. Nur schade, dass es am Ende so knapp nicht zum Sieg gereicht hat“, meinte Yul Oeltze dennoch zufrieden.

Wie schon in Racice erkämpfte auch der K4 der Damen mit Franziska Weber (Potsdam), Verena Hantl (Karlsruhe), Conny Waßmuth (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) – diesmal hinter dem ungarischen Quartett – Weltcup-Silber. Verena Hantl, Jüngste im DKV-Flaggschiff der Damen, schätzte nach dem Rennen ein: "Wir sind am Start gut ’rausgekommen und müssen nun noch ein bisschen daran arbeiten, dass uns die Ungarinnen nach dem Start nicht so weit weg fahren. Sie sind die gleiche Schlagfrequenz gefahren wie wir, von daher liegt es wohl an der Kraft. Da können wir uns bis zur EM und WM noch verbessern.“ Zuvor hatten die DKV-Damen bereits zwei dritte Plätze erkämpft. So holte das Nachwuchsboot mit Sabrina Hering (Karlsruhe) und Steffi Kriegerstein (Dresden) im K2 über 500m hinter Belcher/Cawthorn aus Großbritannien und dem polnischen Duo Naja/Mikolajczyk überraschend die Bronzemedaille. Das zweite DKV Duo mit Conny Waßmuth (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) hatte den Einzug ins Finale verpasst und musste sich mit dem Sieg im B-Finale trösten. Über 1000m erkämpften Melanie Gebhardt und Anne Knorr (beide Leipzig) hinter zweimal Ungarn Bronze. Im K1 der Damen über 500m fuhr die Weltcup-Zweite von Mailand Franziska Weber (Potsdam) hinter Siegerin Danuta Kozak (HUN), Yvonne Schuring (AUT) und Teresa Portela (POR) auf Platz vier. Ebenfalls Platz vier erreichte das Sprintduo über 200m Anna Kowald (essen) und Sabine Volz (Karlsruhe).

Zum Abschneiden der deutschen Boote insgesamt schätzte DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl ein: "Mit den Ergebnissen in Szeged haben unsere Athleten die bisherigen Erfolge von Mailand und Racice im wesentlichen bestätigt. Wir wissen nun auch, was die starken Ungarn können. Generell muss uns für die Vorbereitung auf die Heim-EM in Brandenburg sowie auf die WM in Moskau nicht bange sein.“


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