15.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Equal Pay Day und Minijobs

Equal Pay Day und Minijobs

"Babys machen Mütter arm"

Das Frauennetzwerk BPW Germany hat den Aktionstag 2014 in den Fokus von Minijobs und Teilzeitarbeit für Frauen als Wiedereinstieg nach einer Erwerbspause gestellt.

Berlin - Das Datum für den Aktionstag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern in Deutschland markiert symbolisch den Verdienstunterschied von Frauen und Männern, der laut Statistischem Bundesamt aktuell leider immer noch bei 22 Prozent liegt. Also den Zeitraum im Jahr, den Frauen bei gleichem Arbeitsvolumen
(bezogen auf die Männer) ohne Bezahlung arbeiten: 22 Prozent von 365 Tagen = 80 Tage.
Im Fokus der kommenden Equal-Pay-Day-Kampagne stehen Minijob und Teilzeitarbeit als häufige Beschäftigungsformen von Frauen nach einer Erwerbspause. Diese Beschäftigungsformen gelten als wichtige Ursachen sowohl für die geschlechtsspezifische Lohnlücke als auch für die spätere Rentenlücke von rund 60 Prozent.
Henrike von Platen: "Immer noch bedeutet die Geburt eines Kindes für viele Frauen das Karriere-Aus. Sie unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit und kehren danach
häufig erst einmal in Minijobs oder geringer Teilzeit ins Berufsleben zurück. Was zunächst wie ein idealer Weg zurück in den Arbeitsmarkt aussieht, erweist sich aber in vielen Fällen als berufliche Sackgasse. Aufstiegschancen bleiben langfristig versperrt, die Stundenlöhne sind meist niedriger als bei Vollbeschäftigung, und eine existenzsichernde Rente kann nicht aufgebaut werden. Unter dem Motto "...und raus bist Du?“ machen wir deshalb Minijobs und Teilzeit nach
Erwerbsunterbrechungen zum Thema des nächsten Equal Pay Day. Es darf nicht sein, dass die Geburt eines Babys Mütter spätestens im Rentenalter arm macht“.
Eine große Unterstützung erwartet sie zum Thema "Entgeltungleichheit“ auch von Manuela Schwesig, der neuen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und
Jugend. "Wir hoffen mit ihr eine starke politische Partnerin zu haben, die wir für die Frauen brauchen“, sagt Henrike von Platen. Schwesig hat explizit "die gleichen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen und Männer“ eingefordert. Zur Chefsache hat sie die Beseitigung "der Lohnungerechtigkeit zwischen Männern und Frauen“ gemacht: "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit muss Wirklichkeit werden“. Damit unterstützt die Ministerin die Ziele des BPW, der vor sechs Jahren den jährlichen Equal Pay Day ins Leben gerufen hat.

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