Entscheidung über Loveparade-Prozess wohl erst 2015

Zweifel an Gutachten - Anklage liefert Datenträger nach

Während der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg waren bei einer Massenpanik 21 Menschen getötet und mindestens 652 verletzt worden.

Duisburg - Der mögliche Strafprozess um die Loveparade-Katastrophe vor gut vier Jahren verzögert sich weiter: Das Landgericht Duisburg wird voraussichtlich erst in kommenden Jahr über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden, wie das Gericht mitteilte. Grund sind demnach ein juristisches Tauziehen um ein Gutachten sowie weiteres Bildmaterial der Polizei, das die Duisburger Staatsanwaltschaft nun auf mehr als 90 Datenträgern dem Gericht und alle Verfahrensbeteiligten zuleiten will.

Die Staatsanwaltschaft hatte bereits im vergangenen Februar Anklage gegen sechs Beschäftigte der Duisburger Stadtverwaltung und vier Mitarbeiter des Loveparade-Veranstalters Lopavent erhoben. Ihnen werden fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen. Ursprünglich war erwartet worden, dass das Landgericht noch in diesem Jahr über die Zulassung der Anklage entscheidet.

Während der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg waren bei einer Massenpanik 21 Menschen getötet und mindestens 652 verletzt worden. Das tödliche Gedränge war im einzigen Ein- und Ausgangsbereich des eingezäunten Veranstaltungsgeländes am früheren Duisburger Güterbahnhof entstanden.

(xity, AFP)