12.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Energetische Altbausanierung stärker gefördert

Energetische Altbausanierung stärker gefördert

Förderprogramm für weitere Zielgruppen geöffnet

Energetische Altbausanierung wird künftig noch stärker durch die Stadt gefördert. Das Förderprogramm wurde ganz aktuell für weitere Zielgruppen geöffnet.

Düsseldorf - Nach der Verabschiedung im Rat am Donnerstag, 28. Mai, können Immobilienbesitzer neben Wohngebäuden auch Gewerbeeinheiten in gemischt genutzten Gebäuden gefördert bekommen. Zudem werden bei der Förderung der Gebäudedämmung zertifizierte, umweltfreundliche Dämmstoffe mit der besten Brandschutzklasse deutlich höher bezuschusst. "Damit setzt die Landeshauptstadt Düsseldorf ein Zeichen für mehr mehr Umweltschutz und mehr Sicherheit in den sanierten Gebäuden", betont Umweltdezernentin Helga Stulgies.

Mit der aktuellen Novellierung, die am 15. Juni in Kraft tritt, läuft das Düsseldorfer Förderprogramm "Klimafreundliches Wohnen in Düsseldorf" im siebten Jahr. Anträge können laufend eingereicht werden. Die novellierte Richtlinie wird für alle Anträge mit Antragsstellung ab dem 15. Juni angewendet. Rund 2.250 Hauseigentümer wurden seit dem Start des Programmes 2009 gefördert. Die Landeshauptstadt unterstützt seither Energiesparprojekte an Wohnhäusern und verfolgt damit das Ziel, den Wohnkomfort zu erhöhen und gleichzeitig Energieverluste im Gebäudebestand zu verringern. Auf die privaten Haushalte entfallen rund 30 Prozent des Energieverbrauches und weitere 15 Prozent auf Gewerbe, Handel und Dienstleistungen. Insbesondere bei Mehrfamilienhäusern finden sich oft traditionell genutzte Gewerbeeinheiten, in denen eben-falls Energieeinsparpotenziale vorhanden sind.

Mit der Aufweitung des Förderprogramms auf gemischt genutzte Gebäude können diese Sanierungsvorhaben nun künftig ohne Ausnahme gefördert werden. Mit der neuen Förderung könnten einfachverglaste Schaufensterscheiben zukünftig der Vergangenheit angehören. Daneben belebt das Förderprogramm die kommunale Konjunktur durch zusätzliche Aufträge an die Bauwirtschaft. Bereits mit der Novellierung im März dieses Jahres wurde als neue Aktionsförderung erstmals auch eine Förderung von Photovoltaikanlagen eingeführt. Zusammen mit der Förderung von Batteriespeichersystemen soll der Einsatz von erneuerbaren Energien gesteigert und der Grad der Eigennutzung des erzeugten Solarstroms deutlich angehoben werden.

Nach wie vor ist die Bestandssanierung ein wichtiger Bestandteil bei der Umsetzung der ehrgeizigen klimapolitischen Ziele der Landeshauptstadt Düsseldorf, die bis zum Jahr 2050 das langfristige Ziel der Klimaneutralität erreichen möchte. Die Stadt unterstützt auch in diesem Jahr die energetische Sanierung von Wohngebäuden und nun auch die von gemischt genutzten Gebäuden mit Gewerbeeinheiten, da ein verantwortungsvoller und effizienter Umgang mit Strom und Wärme in jedem Haushalt zur Gewohnheit werden sollte. Durch moderne Bautechniken lassen sich damit bezahlbarer Umweltschutz und komfortables Wohnen verbinden.

Neu eingeführt wurde mit der jetzigen Novellierung hinsichtlich der Dämmung an der Gebäudehülle eine differenzierte Förderung abhängig vom eingesetzten Dämmmaterial. Bei der Festlegung der neuen Fördersätze werden neben ökologischen auch sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt. Wird bei der Außenwanddämmung ein Dämmstoff eingesetzt, der sowohl als umweltfreundlich zertifiziert ist, als auch die Anforderungen der höchsten Brandschutzklasse A1/A2 erfüllt, verdoppelt sich die Förderung von bisher 15 Euro je Quadratmeter auf 30 Euro je Quadratmeter. Neben dem Umweltschutz steht die Sicherheit der Menschen bei dieser differenzierten Förderung im Fokus der Stadt.

Die bewährten Förderungen aus den letzten Jahren, wie für die Wärmedämmung der Außenhülle oder die Optimierung der bestehenden Heizungsanlage werden weitergeführt. Die Förderung zur Nutzung von erneuerbaren Energien mit Solarthermie- und Photovoltaik-Anlagen sowie von Batteriespeichern wird ebenso kontinuierlich fortgesetzt wie die weiteren bisherigen Förderbausteine, etwa für den Anschluss an die Fernwärme oder den Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Um zu klären, ob Sanierungen am eigenen Haus notwendig sind, empfiehlt das Umweltamt das Beratungsangebot der SAGA (Serviceagentur Altbausanierung) wahrzunehmen. Die Agentur ist unter der Rufnummer 01801.99 94 39 (6 Cent je Minute im Tarif der Deutschen Telekom, Mobilfunk maximal 42 Cent je Minute) zu erreichen. Weitere Informationen finden sich auch im Internet unter www.duesseldorf.de/saga und unter www.duesseldorf.de/klimafreundlichwohnen. Dort sind die Antragsformulare zum Ausfüllen und Ausdrucken hinterlegt sowie die Förderrichtlinie und weitere Arbeitshilfen als pdf-Datei verfügbar.

Alternativ können die Unterlagen im Umweltamt telefonisch unter 89-25955 oder per E-Mail an klimafreundlich-wohnen@duesseldorf.de angefordert werden.


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