Ende Gelände und Polizei ziehen positives Fazit von Klimaprotesten in Brunsbüttel

Vorübergehend Nord-Ostsee-Kanal blockiert

In Brunsbüttel wurde gegen Fracking demonstriert.

Die Klimaschutzorganisation Ende Gelände hat ein positives Fazit des "Aktionswochenendes für Klimagerechtigkeit" im schleswig-holsteinischen Brunsbüttel gezogen. "Wir haben an diesem Wochenende gezeigt: Eine andere Welt ist möglich", teilte Sprecherin Elia Nejem am Sonntag mit. Hunderte Menschen hatten gegen den Bau eines Flüssiggasterminals und die Nutzung von Fracking-Gas protestiert.

Ende Gelände sprach von mehr als 2000 Aktivistinnen und Aktivisten. Sie blockierten zeitweise Bahnstrecken, die zu dem Industriegelände ChemCoast Park führen, sowie vorübergehend auch mit Booten den Nord-Ostsee-Kanal. An den Aktionen beteiligt war auch die Initiative Fridays for Future. Unterstützt wurden die Proteste von der Grünen Jugend sowie von der Linkspartei.

Auch die Polizei Itzehoe zog am Sonntagnachmittag ein "positives Resümee". Größere Auseinandersetzungen seien ausgeblieben. "Die Proteste verliefen in der Gesamtheit vielfältig und friedlich", erklärte sie.

Am Samstagmittag war es zwischendurch zu Rangeleien gekommen. Die Beamtinnen und Beamten versuchten, die Demonstrierenden vom Terminal-Gelände fernzuhalten. Bei der Blockade des Kanals wurden 15 Menschen in Gewahrsam genommen. In der Nacht zum Sonntag sei vor der Polizeidirektion Itzehoe eine kleine Mahnwache zur Solidarität mit ihnen abgehalten worden, teilte die Polizei mit. Wegen Widerstands gegen Polizeibeamte werde gegen zwei Verdächtige ermittelt.

© 2021 AFP