25.03.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> EKD gegen Kreuze auf fremdenfeindlichen Demos

EKD gegen Kreuze auf fremdenfeindlichen Demos

Bischof warnt aber vor vorschnellen Etikettierungen

Gegen eine "missbräuchliche" Verwendung von Kreuzen auf fremdenfeindlichen Kundgebungen wendet sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm.

Berlin - Wenn für Menschenfeindlichkeit christliche Symbole benutzt würden, sei das "ganz bestimmt Missbrauch", sagte Bedford-Strohm dem Sender HR-Info. Wer den christlichen Glauben lebe, dürfe andere nicht abwerten.

Der Bischof äußerte sich in Zusammenhang mit den Demonstrationen der islamfeindlichen Pegida-Bewegung, auf denen auch Kreuze gezeigt wurden. Er warnte allerdings mit Blick auf die Proteste auch vor vorschnellen Etikettierungen. "Man darf die Leute nicht gleich als Neonazis abtun", sagte Bedford-Strohm. Vielmehr solle man sich deren Motive genau ansehen, um zu verstehen, "warum Menschen bei solchen Demonstrationen mitlaufen".

Der stellvertretende Vorsitzende der Alternative für Deutschland (AfD), Hans-Olaf Henkel, warnte seine Partei erneut vor einer Zusammenarbeit mit Pegida. "Wir sollten uns tunlichst von dieser Bewegung fernhalten", sagte Henkel dem Magazin "Spiegel". Sonst würden rechtspopulistische Ausfälle von Pegida-Demonstranten auch der AfD angelastet werden. Besonders AfD-Vorstandsmitglied Alexander Gauland hat wiederholt Sympathien für Pegida erkennen lassen.

(xity, AFP)


Copyright 2018 © Xity Online GmbH