16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> EKD-Vorsitzender Schneider steht kranker Frau zur Seite

EKD-Vorsitzender Schneider steht kranker Frau zur Seite

Frau ist an Krebs erkrankt

Der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider will sein Amt am 10. November niederlegen. Als Grund gab Schneider eine Krebserkrankung seiner Ehefrau an.

Berlin - Er würde ihr, "wenn es aufs Sterben zuginge", auch dann zur Seite stehen, wenn sie das "Geschenk des Lebens an Gott zurückgeben" wollte, sagte Schneider dem "stern". Auf die Frage, ob er seine Frau auch in die Schweiz zur Sterbehilfe begleiten würde, sagte Schneider: "Für Anne würde ich auch etwas gegen meine Überzeugung tun." Jedoch würde er alles versuchen, seine Frau "für einen anderen Weg zu gewinnen".

Schneider hatte Ende Juni angekündigt, wegen der Krebserkrankung seiner Frau vorzeitig aus dem Amt zu scheiden. Er will im November und damit ein Jahr vor Ablauf seiner Wahlperiode zurücktreten. Schneider ist seit 2010 oberster Repräsentant von 23,4 Millionen evangelischen Christen in Deutschland. Mit seiner Frau Anne ist Schneider seit 1970 verheiratet. Die jüngste der drei Töchter des Ehepaars starb 2005 an Leukämie.

"Der Tod meiner Tochter Meike hat meinem Glauben Risse gegeben", sagte Schneider dem "stern". Von Erklärungen wie "Gott prüft uns durch solche Schicksalsschläge" hält der EKD-Vorsitzende nicht viel: "Mit dieser Art göttlicher Pädagogik kann ich nichts anfangen."

(xity, AFP)


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