19.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Einfahrverbot für gelbe Plaketten

Einfahrverbot für gelbe Plaketten

Düsseldorf und Umgebung sehen ab 1. Juli "grün"

Mit Wirkung ab dem 1. Juli 2014 wird das Einfahrverbot in die Umweltzone Düsseldorf auf Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 3 – Fahrzeuge mit gelber Plakette – ausgedehnt.

Düsseldorf - Das bedeutet, dass ab diesem Zeitpunkt nur noch Fahrzeuge, die eine grüne Schadstoffplakette haben, in die Umweltzone einfahren dürfen. Betroffen von dem am 1. Juli in Kraft tretenden Fahrverbot in der Umweltzone sind rund 15.000 in Düsseldorf zugelassene Fahrzeuge mit gelber Plakette. Mit der Verschärfung des Fahrverbotes auf "grün" ist der Endzustand der stufenweise eingeführten Umweltzone erreicht. Die grüne Umweltzone stellt die Ausschöpfung des Potenzials der Plakettenverordnung, der 35. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Imissionsschutzgesetzes (BImSchV), dar.
Wie es bisher schon der Fall ist, werden auch künftig Fahrzeuge, die im Rahmen der Überwachung ohne oder mit ungültiger Plakette angetroffen werden, durch Polizei und die Außendienstkräfte des Ordnungsamtes erfasst. Gemäß dem neuen Bußgeldkatalog, der seit 1. Mai 2014 Gültigkeit hat, werden für das Einfahren in die Umweltzone ohne grüne Schadstoffplakette 80 Euro fällig. Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg riskieren Fahrer, die dagegen verstoßen aber nicht mehr.
In Fällen wirtschaftlicher und sozialer Härte können für bestimmte Fahrtzwecke vom Straßenverkehrsamt Ausnahmegenehmigungen zum Befahren der Umweltzone erteilt werden. An den Voraussetzungen für die Erteilung von Ausnahmen ändert sich zum 1. Juli nichts Wesentliches. Eine der Grundvoraussetzungen ist die Frage der Nachrüstbarkeit der Fahrzeuge, wobei keine Ausnahme erteilt werden kann für Fahrzeuge, die nachrüstbar sind. Alle nicht nachrüstbaren Fahrzeuge mit gelber Plakette dürfen in die Umweltzone fahren, wenn sie sichtbar im Fahrzeug die Bescheinigung einer Prüfstelle wie etwa des Tüvs mitführen, dass keine Nachrüstung möglich ist. Der Antrag auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung und weitere Informationen sind im Internet abrufbar unter: http://www.duesseldorf.de/kfz/feinstaub/index.shtml
In Düsseldorf gibt es seit dem 15. Februar 2009 eine Umweltzone. Zu dem damaligen Zeitpunkt durften Fahrzeugen mit roter, gelber und grüner Schadstoffplakette einfahren. Zum 15. Februar 2011 wurde erstmals das Fahrverbot verschärft, so dass nur noch Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette die Umweltzone befahren durften. Die grundsätzlich positive Wirksamkeit von Umweltzonen wurde im Nordrhein-Westfalen-weiten Vergleich seitens des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) NRW bestätigt. Dies deckt sich mit Ergebnissen aus Berlin, München und Leipzig.
Die Notwendigkeit der Ausweitung der Düsseldorfer Umweltzone im Februar 2013 ergab sich im Rahmen der Fortschreibung des Luftreinhalteplans Düsseldorf. Durch die Bezirksregierung Düsseldorf wurde die Notwendigkeit zusätzlicher Handlungen zur Einhaltung der Luftschadstoffgrenzwerte festgestellt. Der neue Zuschnitt orientiert sich an den messtechnisch sowie rechnerisch ermittelten Belastungsschwerpunkten im Stadtgebiet für Feinstaub (PM10) und besonders auch für den Luftschadstoff Stickstoffdioxid (NO2).
Nicht nur in Düsseldorf sondern auch regional, wie zum Beispiel in den Umweltzonen im Ruhrgebiet, Neuss und Köln, wird nun im Juli das Einfahrverbot erneut verschärft. Für eine stufenweise Einführung der Umweltzone hatte man sich damals entschieden, um unerwünschte soziale und wirtschaftliche Nebeneffekte gering zu halten. Mit der gleichen Zielsetzung wurde der Katalog der Ausnahmetatbestände aufgestellt.

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