26.05.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Eine Blutbuche für Linn

Eine Blutbuche für Linn

Neupflanzung im Greiffenhorst-Park

Im Linner Greiffenhorst-Park ist eine neue Blutbuche gepflanzt worden – unmittelbar neben dem Standort der 300 Jahre alten Blutbuche, die vor wenigen Monaten wegen verschiedener Krankheiten gefällt werden musste.

Krefeld - Der Linner Schützenkönig Errol Wernike, der Schützenverein und der Bürgerverein haben jeweils 1000 Euro gespendet, mit der die Pflanzung des immerhin schon 27 Jahre alten Baums möglich gemacht wurde. "Für dieses Engagement der Linner bedanke ich mich im Namen der Stadt Krefeld“, sagte Matthias Pasch vom Fachbereich Grünflächen.

Die alte Blutbuche, gepflanzt um 1700 herum, bestimmte drei Jahrhunderte lang das Bild am Standort, der damals noch ganz anders aussah als heute. An ihrem Fuß plätscherte der Linner Mühlenbach durch Ländereien, ehe der Greiffenhorstpark gegen 1840 vom Krefelder Seidenfabrikanten Cornelius de Greiff angelegt wurde. Er hatte den Düsseldorfer Hofgärtner Maximilian Friedrich Weyhe beauftragt, zwischen Mühlenhof und Hausenhof entlang des Mühlenbachs einen Landschaftsgarten anzulegen. Von 1838 bis 1843 ließ er zudem ein kleines Jagd- und Gartenschloss auf den geerbten Liegenschaften errichten, das Haus Greiffenhorst, im Volksmund auch gerne als Schlösschen bezeichnet. Der Baum wuchs und wuchs, während sich im Burgstädtchen Linn immer wieder die politischen Verhältnissen änderten. Ihm selber konnte das nichts ausmachen, wohl aber die Baumkrankheiten.

Der über 20 Meter hohe Baum mit einem Umfang von 5,40 Meter und einem Kronendurchmesser von über 20 Metern war durch sie schon lange geschwächt. Im Rahmen der Euroga 2002 plus wurde durch ein Gutachten festgestellt, dass nur noch eine Bruchsicherheit von 60 Prozent bestehe. Vier Stahlseile sicherten die Buche seitdem. Doch das änderte nichts daran, dass der Brandkrustenpilz im Stamm und der Lackpolring in der Krone immer weiter an ihr nagten. Anfang des Jahres musste sie dann doch gefällt werden, die Restwandstärke betrug nur noch 15 Zentimeter.


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