25.09.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Edathy kritisiert Vorgehen der Staatsanwaltschaft

Edathy kritisiert Vorgehen der Staatsanwaltschaft

"Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen"

Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy hat die Staatsanwaltschaft Hannover wegen der Durchsuchung seiner Wohnung und seines Büros scharf kritisiert.

Hannover - "Nach mir vorliegenden Informationen wirft mir die Staatsanwaltschaft ausdrücklich kein strafbares Verhalten vor", sagte Edathy dem Nachrichtenportal "Spiegel Online". "Die Durchsuchungen waren nicht nur unverhältnismäßig, sondern stehen im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen."

Am Dienstag hatte Edathy den Verdacht zurückgewiesen, er habe Kinderpornografie besessen. "Die öffentliche Behauptung, ich befände mich im Besitz kinderpornografischer Schriften bzw. hätte mir diese verschafft, ist unwahr", erklärte er auf Facebook. Die Staatsanwaltschaft Hannover bestätigte bislang zwar Ermittlungen gegen Edathy und die Durchsuchungen, nannte aber keinen Tatvorwurf.

Edathy hatte am Freitag sein Bundestagsmandat nach eigenen Angaben aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Der 44-Jährige wurde vor allem als Vorsitzender des NSU-Untersuchungsausschusses des Bundestags bekannt, der sich seit 2012 mit der Mordserie des rechtsextremen "Nationalsozialistischen Untergrunds" befasste.

(xity, AFP)


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