Dutzende Verletzte durch Blitzeinschläge beim Musikfestival "Rock am Ring"

Evakuierung nach Erdrutsch in Schwäbisch Gmünd

Durch Blitzeinschläge sind am Freitagabend dutzende Besucher des Musikfestivals "Rock am Ring" in Rheinland-Pfalz verletzt worden.

Berlin - In der Nacht zum Samstag erklärten die Veranstalter, dass mindestens 42 Festivalteilnehmer in umliegende Krankenhäuser eingeliefert worden seien. Zuletzt kursierte die Angabe von rund 50 Verletzten. "Verlässliche Zahlen haben wir bisher noch nicht", sagte ein Polizeisprecher am Samstagmorgen.

Nach Angaben der Veranstalter erlitten acht Festivalbesucher schwere Verletzungen, mindestens ein Fan habe reanimiert werden müssen. Polizei, Feuerwehr und Rotes Kreuz seien auf dem Festivalgelände in Mendig schnell zu den Betroffenen gelangt.

Wegen des Unwetters wurden die Live-Auftritte für rund eineinhalb Stunden unterbrochen. Die heftigen Regenfälle ließen viele Zelte zusammenbrechen, das Gelände versank im Schlamm. Das dreitägige Festival zieht rund 90.000 Musikfans an.

Im baden-württembergischen Schwäbisch Gmünd löste ein Erdrutsch einen Großeinsatz der Rettungskräfte aus. Wie die Polizei in Aalen mitteilte, mussten 23 Menschen in Sicherheit gebracht werden, nachdem ein Hang nach heftigen Regenfällen ins Rutschen geraten war. Insgesamt seien sechs Häuser gefährdet. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand, die Betroffenen kamen bei Verwandten unter.

Auch über Köln ging in der Nacht ein schweres Unwetter nieder. Die Feuerwehr pumpte eine Reihe vollgelaufener Keller leer. Insgesamt mussten die Einsatzkräfte in der Domstadt nach Angaben eines Sprechers 179 Mal ausrücken.

(xity, AFP)