18.02.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Durchsuchungen bei mutmaßlichen Auschwitz-Wachmännern

Durchsuchungen bei mutmaßlichen Auschwitz-Wachmännern

Drei Festnahmen in Baden-Württemberg

Ermittler haben in drei Bundesländern die Wohnungen von mutmaßlichen früheren SS-Mitgliedern im Konzentrationslager Auschwitz durchsucht. Sie werden verdächtigt, bei dort an der Tötung deportierter Menschen beteiligt gewesen zu sein.

Ermittler haben in drei Bundesländern die Wohnungen von mutmaßlichen früheren SS-Mitgliedern im Konzentrationslager Auschwitz durchsucht. Sie werden verdächtigt, bei ihrem dortigen Einsatz an der Tötung deportierter Menschen beteiligt gewesen zu sein, wie die zuständigen Landeskriminalämter und Staatsanwaltschaften mitteilten. In Baden-Württemberg wurden drei Männer festgenommen. Durchsuchungen gab es zudem am Mittwoch in Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Die Ermittlungen in Baden-Württemberg richten sich nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) und der Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen sechs Männer im Alter von 88 bis 94 Jahren. Drei von ihnen wurden festgenommen und nach Erlass von Haftbefehlen in ein Justizvollzugskrankenhaus eingeliefert.

Fünf der sechs Beschuldigten äußerten sich den Angaben zufolge nicht zu den Vorwürfen. Ein 88-jähriger Mann räumte demnach ein, in Auschwitz gewesen zu sein, bestritt aber eine konkrete Tatbeteiligung. Durchsuchungen gab es in den Kreisen Rottweil, Freiburg, Rhein-Neckar-Kreis, Ludwigsburg, Enzkreis und Karlsruhe.

In Hessen wurden nach Angaben des dortigen LKA und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Wohnungen von zwei Männern im Alter von 89 und 92 Jahren im Rhein-Main-Gebiet durchsucht. Sie sollen von 1942 bis 1944 zur Wachmannschaft in Auschwitz gehört haben. Die Beschuldigten machten zunächst keine Angaben.

In Nordrhein-Westfalen wurde laut LKA und Staatsanwaltschaft Dortmund die Wohnung eines 92-jährigen Mannes im Landkreis Lippe durchsucht. Er räumte demnach ein, ab Anfang 1942 als SS-Mitglied in Auschwitz eingesetzt worden zu sein. Eine konkrete Beteiligung an Tötungen bestritt er.

© 2014 AFP


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