22.10.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Durchgeknallt und cool dabei

Durchgeknallt und cool dabei

Deadpool lässt es wieder mächtig krachen

Unter dem Motto "never touch a running system" führt der zweite Teil das fort, wofür Deadpool steht: Gewalt, derber Humor und Chaos! Genauso lieben wir ihn!

Düsseldorf - Wade Wilson (Ryan Reynolds) alias Deadpool hat es wirklich nicht leicht: Gerade fängt sein Leben an, in einigermaßen geraden Bahnen zu laufen, da spuckt ihm das Schicksal wieder ordentlich in die Suppe. Und dieses Mal benötigt er sogar die Hilfe der beiden nur allzu bekannten X-Men Colossus (Stefan Kapicic) und Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand). Doch damit nicht genug: Um gegen den aus der Zukunft gekommenen Cable (Josh Brolin) anzutreten, stellt sich Deadpool ein ganz eigenwilliges Team zusammen. Obendrauf fühlt er sich auch noch verantwortlich für den jungen Mutanten Russell (Julian Dennison), der am Ende irgendwie mit allem zusammenhängt. Chaos und Gewaltexzesse sind natürlich vorprogrammiert.

Mag sein, dass der ein oder andere die Nase voll hat von der unglaublichen Anzahl an (Marvel-)Superheldenfilmen, die konstant ihren Weg ins Kino finden, aber Deadpool ist anders. Genau dafür muss man ihn lieben - oder hassen. Der Humor ist, wie bereits im ersten Teil, äußerst derb und oft unter der Gürtellinie. Doch wer Deadpool kennt und schätzt, liebt ihn genau dafür. Auch an unterschwelligen Witzen mit deutlichen Bezügen zu anderen Filmen, vor allem aus dem Marvel Cinematic Universe, mangelt es nicht. Im Gegenteil - gerade hier legt "Deadpool 2" noch einmal eine Schippe drauf und sorgt für zusätzliche Lacher.

Knackig ist der Film vor allem auch in der Geschichtsführung. Kaum bleibt Zeit, Luft zu holen, es passiert so viel, dass der Puls des Zuschauers in den zwei Stunden konstant bei 180 bleibt. Sei es Deadpools Verhältnis zu den X-Men, die Geschichte von Russell, das Teamcasting von Deadpools X-Force oder die Sache mit Cable - immer ist etwas los.

Bei so vielen Handlungssträngen besteht allerdings immer die Gefahr, dass irgendwer auf der Strecke bleibt. Erstaunlicherweise ist genau das bei "Deadpool 2" nicht der Fall. Jeder kriegt seine fünf Minuten und sein Fett weg. Einzig Cable hätte ein wenig mehr Hintergrundgeschichte verdient, aber womöglich hat Josh Brolin in der Rolle ja eine Zukunft. Das wäre durchaus interessant, denn Brolin scheint dieser Cable genauso auf den Leib geschneidert zu sein, wie Ryan Reynolds die des Deadpool.

Besonders hervorgehoben werden muss aber auch der junge Julian Dennison. Seine Rolle als Russell ist sehr vielschichtig und wertvoll für die weitere Geschichte. Dennison ist dabei keck, bringt aber auch die notwendigen Sympathien mit, um neben den anderen Hauptcharakteren zu bestehen.

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