Düsseldorf: Wohnungsbrand mit sechs Verletzten

Feuerwehr betreut 22 Bewohner aus Mehrfamilienhaus

Am späten Dienstagabend, 17. November 2020, kam es in Rath zu einem ausgedehnten Zimmerbrand auf dem Rather Broich in Rath.

Düsseldorf - Kurz nach 23:00 Uhr gingen bei der Feuerwehr Düsseldorf erste Notrufe bezüglich einer Rauchentwicklung in einem Wohnungsgebäude auf dem Rather Broich ein. Nachdem die zuständige Wache Münsterstraße bereits fünf Minuten nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eintraf, schlugen bereits Flammen und Rauch aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses. Umgehend entsendete der Einsatzleiter einen Löschtrupp in die Brandwohnung und setzte weitere Einsatzkräfte zur Kontrolle der Gebäuderückseite ein. Da sich zu diesem Zeitpunkt noch weiter Menschen im Haus aufhielten und das Feuer ebenfalls auf der Rückseite des 4-geschossigen Wohnhauses aus dem Fenster schlug, forderte der Einsatzleiter weitere Unterstützung bei der Feuerwehr Leitstelle an.

Aufgrund der Intensität des Feuers waren bereits beim Eintreffen der Feuerwehr Großteile des Treppenraumes mit giftigem Brandrauch beaufschlagt, sodass sechs Menschen ihre Wohnungen nicht eigenständig verlassen konnten. Die Feuerwehr rettete zwei Bewohner über eine Drehleiter und führte vier Mieter über den Treppenraum ins Freie. Zum Schutz vor den giftigen Brandgasen hatten die Einsatzkräfte den Bewohner eine Fluchthaube angelegt, die die Bewohner vor dem giftigen Qualm im Treppenraum schützte. Die restlichen Mieter konnten vor Eintreffen der Feuerwehr selbstständig das Wohnhaus verlassen.

Parallel zu den Löscharbeiten wurden so insgesamt 22 Bewohner durch den städtischen Rettungsdienst vor Ort begutachtet sowie im weiteren Verlauf des Einsatzes in einem Bus der Rheinbahn betreut. Sechs Bewohner verletzten sich so schwer, dass sie für eine weitere ärztliche Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert werden mussten. Aufgrund des sehr starken Brandverlaufs waren zeit- und personalintensive Nachlöscharbeiten sowie Lüftungsmaßnahmen notwendig. So musste unter anderem Teile des Holzbodens mittels Kettensäge geöffnet werden, umso auch die letzten Glutnester abzulöschen.

Das Mehrfamilienhaus ist zurzeit nicht bewohnbar, sodass die Feuerwehr insgesamt zwölf Menschen in einem Hotel untergebracht hat. Hier unterstütze ebenfalls die Mitarbeiter der Rheinbahn und transportierte die Bewohner in Begleitung der Feuerwehr ins Hotel. Ein Mitarbeiter der Stadtwerke begleitet den Feuerwehreinsatz vor Ort und stellte vorsorglich die Stromzufuhr zum Wohnhaus ab. Der Einsatzleiter schätzt den entstandenen Schaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag. Abschließend übergab der Einsatzleiter der Kriminalpolizei die Einsatzstelle, die die Ermittlung zur Brandursache übernommen hat.