Düsseldorf: Millionenschaden nach Offertenbetrug

Polizei lässt 12-köpfige Gruppierung auffliegen

Im Zuge umfangreicher Maßnahmen durchsuchten am Donnerstag, 20. Mai 2021, Beamte und Beamtinnen der "EK Offerte" insgesamt acht Objekte, vorwiegend in Düsseldorf.

Düsseldorf - Die Tätergruppe hatte seit spätestens Anfang 2020 fingierte Rechnungen an Geschäftsleute geschickt. Bezahlt werden sollten Gebühren von bis zu 1.000 Euro wegen Eintragungen in das örtliche Handelsregister. Die Rechnungen erweckten den Anschein eines behördlichen Schreibens und wirkten professionell und seriös. So wurde eine Vielzahl der Rechnungsbeträge gezahlt und es entstand ein Schaden in Millionenhöhe.

Durch verdeckte und intensive Ermittlungsarbeit der EK Offerte kam man der Gruppe auf die Spur und erwirkte Durchsuchungs- und Haftbefehle. Bei dem Zugriff konnten umfangreiche Beweismittel (Computer, Mobiltelefone, Drucker und sonstige Speichermedien) sowie eine nicht geringe Menge Betäubungsmittel (ca. 1 Kg Marihuana) sichergestellt werden. Außerdem konnten im Rahmen der Vollstreckung von Vermögensarresten Bargeld in Höhe von ca. 123.000 Euro, mehrere Luxusuhren im Wert von ca. 300.000 Euro sowie hochwertige Kleidung gesichert werden.

Die Ermittlungen, insbesondere die Auswertung der sichergestellten Beweismittel, dauern an. Fünf Beschuldigte befinden sich seit dem 20.5. in Untersuchungshaft, bezüglich eines weiteren Beschuldigten wurde der Haftbefehl gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt.