Düsseldorf: Millionenpaket vom Bund beschlossen

Mittel sollen Stadt klimafreundlicher gestalten

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat in seiner Sitzung am Mittwoch, 18. November 2020, umfangreiche Mittel zur Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen freigegeben.

Düsseldorf - Die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich für das entsprechendes Förderprogramm für die Klimaanpassung in den Kommunen stark gemacht. Von diesem jüngsten Beschluss profitiert auch die Landeshauptstadt Düsseldorf, da zwei Projektanträge bewilligt wurden.

Mit 900.000 Euro wird der Bund sich an der Schaffung eines neuen „Stadt-Waldes“ in Düsseldorf beteiligen. Um den Folgen des Klimawandels in der verdichteten Innenstadt zu begegnen, soll auf zwei Referenzflächen in Düsseldorf der Prozess der Verstädterung umgekehrt werden. Die Stadt setzt damit ein deutliches Zeichen, um versiegelte Flächen möglichst im hochverdichteten und klimatisch belasteten Stadtraum der Natur und den Menschen als Lebensraum zurückgeben. Vorbild ist das Projekt Tierce forêt in Aubervillers im Banlieue von Paris.

Für zwei Stellen im Düsseldorfer Stadtgebiet können nun Konzepte zur Umwandlung in grüne Oasen entwickelt werden, die sowohl den stadtklimatischen Belastungen wie Hitze, Luftbelastung und Starkregen als auch den Bedürfnissen der Menschen nach einem angenehmen Aufenthaltsort im öffentlichen Raum der Stadt gerecht werden. Auf 1.500 bis ca. 2.000 qm großen Flächen sollen durch Entsiegelung und die Pflanzung von Bäumen Ruhe- und Erholungsräume für die Menschen im innerstädtischen Quartier entstehen. Die Idee „Stadt-Wald.Wald-Stadt“ geht auf das in der letzten Ratsperiode beschlossene Düsseldorfer Klimaanpassungskonzept zurück.

Außerdem werden umfassende Klimaanpassungsmaßnahmen am Schloss Benrath mit drei Millionen Euro Bundesmitteln gefördert. Auf dem Schlossgelände soll eine Anlage für modernes Regenwassermanagement errichtet werden, mit der das Regenwasser zwischengespeichert und sinnvollen Nutzungen am Schloss zugeführt werden kann. Zudem ist eine Entsiegelung des rund 6.800 qm großen Vorplatzes und die Herrichtung einer neuen, versickerungsfähigen Bodenfläche geplant. Damit ergänzen die Klimaanpassungsmaßnahmen die laufende denkmalgerechte Genrealsanierung der Schlossarchitektur, die ebenfalls bereits mit Hilfe von umfangreichen Bundesmitteln auf den Weg gebracht werden konnte.