10.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Düsseldorfer Justiz im NS-Staat

Düsseldorfer Justiz im NS-Staat

Neuer Band der Mahn- und Gedenkstätte erschienen

In der "Kleinen Schriftenreihe der Mahn- und Gedenkstätte", die vom Förderkreis des Instituts herausgegeben wird, ist mit der "Nummer 9" ein neuer Band erschienen.

Düsseldorf - Seit Mittwoch, 28. November 2018,wird das Buch unter dem Titel "'Im Namen des Volkes…': Das Düsseldorfer Oberlandesgericht und die Justiz im Nationalsozialismus" (Droste-Verlag) im Buchhandel zum Preis von 7 Euro erhältlich sein. Mitherausgeber des 90-seitigen Bandes ist das Ministerium für Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die drei Autoren Hildegard Jakobs und Dr. Bastian Fleermann, beide von der Mahn- und Gedenkstätte, sowie Dr. Peter Henkel, von der Planungsgruppe Haus der Landesgeschichte NRW, stellten ihr Werk gemeinsam mit Anne-José Paulsen, langjährige Präsidentin des Oberlandesgerichts, und Dr. Jürgen Kron, Geschäftsführer des Droste-Verlags, vor. Es ist ab sofort in der Gedenkstätte, Mühlenstraße 6 und 29, beim Droste-Verlag sowie überall im Buchhandel erhältlich.

Erstmals bietet dieser Band einen historischen Überblick über die Rechtsprechung im nationalsozialistischen Düsseldorf. Behandelt werden nicht nur das Oberlandesgericht oder das Amts- und Landgericht an der Mühlenstraße, sondern auch die Sondergerichtsbarkeiten, die Staatsanwaltschaften sowie die Praxis im Strafvollzug. Deutlich wird dabei, dass in ausnahmslos allen Kammern, die es zwischen 1933 und 1945 in der Stadt gab, nationalsozialistisches Unrecht gesprochen wurde. Zusätzlich werden auch die Akteure und ihre Werdegänge beleuchtet - sowohl entlassene oder in die Emigration gedrängte "nichtarische" Juristen als auch diejenigen, die unter dem NS-Regime als Juristen Karriere machten.


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