Düsseldorfer EG unterliegt auch in Straubing

Team nimmt dennoch einen Punkt mit

Die Düsseldorfer EG hat am Sonntag, 9. Januar 2022, bei den Straubing Tigers knapp mit 3:4 nach Verlängerung verloren.

Düsseldorf - Die ersten Minuten der Partie gehörten den Gastgebern. Das lag auch an einer schnellen DEG-Strafe durch Marco Nowak. Aber die Rot-Gelben kämpften und ließen nicht viele Schüsse zu. Einmal wurde es jedoch richtig gefährlich. Parker Toumie war plötzlich frei vor Pantkowski, dieser zeigte aber seine ganze Klasse und entschärfte - vor den Augen von Bundestrainer Toni Söderholm - die Großchance. Und es ging noch einige Minuten weiter Richtung DEG-Tor, bis die Rot-Gelben schließlich auch in die Partie fanden und sich erste Möglichkeiten erspielten.

Dennoch blieb das Übergewicht auf Seiten der Tigers, die DEG beschränkte sich vor allem auf Konter. Und so kam es, dass sich die Scheibe plötzlich im Tor der Tigers wiederfand. Allerdings hatten die Schiedsrichter einen Schlittschuh am Puck gesehen, somit kein Tor. Der Führungstreffer fiel wenige Momente später trotzdem für die DEG. Nach starker Vorarbeit von MacAulay brauchte Proft nur noch einschieben. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt. Die Gastgeber waren zwar kurz geschockt, aber kamen ihrerseits durch ein Powerplay wieder in die Partie. Bitter für die DEG: Mit Ablauf der Strafzeit gelang den Tigers wenige Sekunden vor Drittelende der 1:1 Ausgleich.

Ausruhen war für beide Mannschaften zum Start in den Mittelabschnitt keine Option. Zunächst hatte die DEG durch O`Donnell und Svensson die Chance zur Führung. Kurz darauf war es dann Pantkowski, der nach einer starken Kombination der Straubinger, einen wahnsinnigen Save zeigte. Dennoch durften die Gastgeber wenig später jubeln. Marcel Brandt hämmerte einen Schuss in den Winkel, der Düsseldorfer Goalie machtlos. Im Anschluss machten die Bayern dort weiter, wo sie im ersten Drittel angefangen hatten. Sie erzeugten viel Druck Richtung Pantkowski, die Rot-Gelben setzten weiter viel auf Konter.

Ein besonders gefährlicher entstand nach einem tollen Zusammenspiel zwischen D´Amigo, Svensson und O`Donnell. Letzterer scheiterte beim Abschluss hauchdünn an Sebastian Vogl. Aber auch die Tigers feuerten weiter munter auf das Düsseldorfer Gehäuse. Dabei halfen ihnen vor allem die vielen Strafen der Rot-Gelben. Kurz vor Abschluss des zweiten Drittels musste die DEG sogar knapp 30 Sekunden in doppelter Unterzahl agieren. Zwar überstanden sie auch diese Periode, allerdings häuften sich die Strafen und zehrten an den Kräften. Wiederrum mit einer Strafe für die Hausherren ging es in die Pause.

Die wenigen Menschen in der Halle hatten sich kaum hingesetzt, da beendete O`Donnell endlich seine torlose Phase. Im Powerplay setzt er einen schönen Schlenzer in die Ecke hinter Vogl. Dann folgte ein besonderer Moment. Geburtstagskind Niklas Heinzinger markierte nur Sekunden nach dem Ausgleich, seinen ersten Treffer für die Rot-Gelben. Die DEG hatte die Partie in wenigen Augenblicken gedreht. Doch hier war längst nichts entschieden. Die Gastgeber schüttelten sich nur kurz und gelangten ihrerseits wieder auf die Anzeigetafel. Nach einem gut ausgespielten Konter stand es 3:3.

Nur ein paar Momente später jubelten die Straubinger erneut. Dieses Mal kam allerdings den Gästen der Videobeweis zur Hilfe. Brandt hatte den Puck eindeutig ins Tor gekickt. Wie schon die beiden bisherigen Aufeinandertreffen war auch dieses Spiel hochspannend und ereignisreich. Beide Teams wollten hier jetzt nicht ohne Punkte rausgehen und investierten in die Offensive. Sowohl Vogl als auch Pantkowski waren mehrfach gefragt.

Und wie sollte es anders sein, auch dieses Mal ging es schlussendlich in die Verlängerung. Dieses Mal allerdings mit besserem Ende für die Gastgeber. Zwar hatten die Rot-Gelben die ersten großen Möglichkeiten, vergaben diese aber. Straubing machte es besser und sicherte sich den Zusatzpunkt. Die DEG reist mit einem Zähler zurück nach Düsseldorf.