Düsseldorfer EG siegt gegen die Adler Mannheim

Team mit einer der stärksten Saisonleistungen

Die Düsseldorfer EG hat am Freitag, 10. Dezember 2021, auch ihr Auswärtsspiel bei den Adler Mannheim gewonnen.

Düsseldorf - In den ersten 200 Sekunden passierte auf beiden Seiten nicht viel, aber danach erhöhten die Gastgeber deutlich den Druck. Mirko Pantkowski musste einige Male hellwach sein. Aber auch die DEG mit einigen Entlastungsszenen. Insgesamt herrschte eine seltsame Atmosphäre in der SAP Arena. Bei diesem Geisterspiel, dem ersten der DEG in dieser Saison, hört man eben jedes kleine Kommando der Spieler und Schiedsrichter. Nicht das, wovon der Eishockey-Freund so träumt.

Umso schöner dann die Düsseldorfer Führung! Alex Ehl setzte sich an der seitlichen Bande durch, doch statt eines zu erwartenden Rückpasses an die Blaue Linie sah der Youngster am langen Eck den lauernden Brendan O´Donnell und bediente diesen mustergültig. Der Top Scorer der DEG traf aus spitzem Winkel zum 1:0 seiner Farben (9:26). Felix Brückmann, der Liga-Keeper mit dem niedrigsten Gegentorschnitt, war zum ersten Mal geschlagen. Danach bissen die Adler noch kräftiger und mit guten Möglichkeiten. Pantkowski parierte klasse gegen Markus Eisenschmid und Nigel Dawes. Doch auch die Gäste hätten treffen können: Jerry D´Amigo und Ignaz Ebner scheiterten jeweils an Brückmann. So ging es mit einer knappen DEG-Führung in die erste Pause.

Hatte die DEG dieses Spiel schon stark begonnen, legte sie nun noch eins drauf. Ihr gelangen blitzsaubere 20 Eishockey-Minuten. Doch der Reihe nach: Zunächst konnten die Rheinländer die Badener von ihrem Gehäuse fernhalten. Doch einmal kamen die Adler durch, Jordan Swarz hielt seinen Schläger in einen Schusspass und traf aus kurzer Distanz zum Ausgleich (25:26). Doch nur wenig später die erste Überzahl der DEG. Und die Kreis-Mannen unterstrichen ihre gute Powerplay-Form. Schuss Fischbuch, Parade Brückmann, Nachschuss-Hammer Brendan O´Donnell! Die erneute Führung bei 28:20, zweiter Assist bei Tobi Eder.  

Das Spiel nahm nun richtig Fahrt auf. Auch die Adler beteiligten sich daran und trafen bald zum 2:2. Sinan Akdag hatte von der Blauen Linie abgezogen (31:39). Und wieder schüttelten sich die Gäste nur kurz. Bei einem zweiten Powerplay das zweite Tor der Düsseldorfer!. Diesmal war es Brett Olson, der aus der Halbdistanz traf (33:49, Vorlagen O´Donnell und MacAulay). Die gewohnte Dramaturgie des Spiels hätte nun das 3:3 im Plan gehabt. Doch weit gefehlt! Carter Proft durchbrach den Ablauf und machte im Stochern das 4:2 für sein Team (35:35, Vorlage Svensson).Ein starker Auftritt der DEG!

Es war klar, dass der Titelfavorit nun alles nach vorne werfen würde. Auf keinen Fall wollten die Adler nach dem 3:7 gegen Wolfsburg nun erneut zuhause verlieren. Und sie kamen mit Macht. Mirko Pantkowski mit einigen starken Paraden. Zudem blieben die Düsseldorfer diszipliniert von der Strafbank weg und gaben so kein Momentum an den Gegner.

In der 50 Minute hätte Alex Ehl den fünften Treffer machen können, machen müssen, scheiterte aber im Konter. So blieb es zu jeder Sekunde spannend. Doch die Minuten verstrichen und die DEG blieb (meistens) Herr der Lage. Einige Situationen waren zwar äußerst knapp, insgesamt blieb die absolute Dramatik aber aus. So erlöste die Schlusssirene die Düsseldorfer, die sich über den vierten Auswärtssieg in Folge freuten.