Düsseldorfer EG kassiert Niederlage gegen Augsburg

Panther machen im letzte Drittel den Sack zu

Nach dem Auswärtssieg in Berlin erwischte die Düsseldorfer EG im Heimspiel gegen die Augsburg Panther am Sonntag, 5. Dezember 2021, einen unglücklichen Tag.

Düsseldorf - Vom Selbstbewusstsein des spektakulären 7:6-Verlängerungs-Triumph in Berlin am Donnerstag war zu Beginn der Partie wenig bis gar nichts zu sehen. Die DEG erwischte einen fahrigen Start und überließ den Gästen aus Augsburg, die am Freitag in Bietigheim ordentlich unter die Räder gekommen waren, das Kommando. Chad Nehring durfte sich ziemlich alleine gelassen vor dem heute wieder von Hendrik Hane gehüteten Tor die Scheibe zurechtlegen, scheiterte dann aber am DEG-Schlussmann (2.). Aus der Distanz traf Braden Lamb das äußere Gestänge des DEG-Tores (5.).

In ihrer ersten Überzahl ließen sich die Augsburger nicht lange bitten. Matt Puempel zog vom linken Bullypunkt aus ab, von Hane sprang die Scheibe in die Höhe und landete genau auf dem Schläger von Colin Campbell, der mühelos einschob. 15 Sekunden saß Daniel Fischbuch da erst wegen eines hohen Stocks auf der Strafbank (5.). Nach dem ersten Powerbreak war die DEG etwas aktiver und hatte in Überzahl die beste ihrer wenigen guten Torchancen. Tobi Eder zog per Direktabnahme aus spitzem Winkel ab, Markus Keller brachte seinen rechten Schoner ins bedrohte kurze Eck (12.). Aus einer Druckphase der DEG konterten sich die Panther zum zweiten Treffer. Fischbuch spielte die Scheibe im Drittel der Panther auf die Kelle von Maximilian Eisenmenger, der zentral auf und davon ziehen konnte und sie Hane durch die Beine legte (18.).

Düsseldorfer EG kämpft sich zurück ins Spiel

Auch nach dem ersten Kabinengang tat sich die Mannschaft von Harold Kreis, die nun mit drei Sturmreihen agierte, weiterhin extrem schwer. Es fehlte an strukturiert vorgetragenen Angriffen. Die Augsburger versteckten sich nicht und spielten weiter mit. Bezeichnenderweise war es ein ganz krummes Ding, das bei der DEG auf dem Videowürfel aus der “0” eine “1” machte. Joonas Järvinen brachte den Puck auf der blauen Linie stehend von der linken Bande hoch aufs Tor, wobei sein Schuss ein gutes Stück rechts am Kasten vorbei gegangen wäre, wäre nicht Henry Haase in ihn hineingelaufen. Von Haases Körper sprang die Scheibe ins Tor (30.).

Der Treffer brachte die Schützlinge von Mark Pederson aber nicht nachhaltig aus dem Konzept. Sie spielten weiter ihr Spiel und machten es der DEG damit schwer. Eine weitere Unterzahl überstand die DEG schadlos und konnte bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis auf Hane zählen, der eine gute Chance von Adam Payerl zunichte machte, der den Puck von Michael Clarke an den Torraum gespielt bekam (35.). Auch wenn es bis dato nicht rund lief, war auf eins doch Verlass: Die Kaltschnäuzigkeit von Brendan O’Donnell. Nachdem der Puck in der neutralen unkontrolliert von Team zu Team sprang, hatte D’Amigo das Auge für O’Donnell, der den Puck im Slot behauptete und dann eiskalt halbhoch verwandelte (38.).

Augsburg Panther machen den Sack zu

Der dritte Abschnitt hätte für die DEG besser nicht beginnen können. Eder trieb die Scheibe über die rechte Seite voran und legte sie, im Drittel der Augsburger angekommen, in die Mitte zu O’Donnell, der sofort abzog und Keller überwand. Der Schuss war allerdings durchaus haltbar (41.). Es folgte die beste Phase der DEG im gesamten Spiel, in der es die DEG aber leider versäumte, weitere Tore zu schießen. Eder zog noch einmal gefährlich aus dem Slot ab (44.). Im letzten Powerbreak konnten sich die Gäste offenbar noch einmal sammeln. Payerl gewann das erste Anspiel nach der Unterbrechung im Drittel der DEG, die Scheibe kam zu Campbell, der sie aus zentraler Position vor das Tor schuss-passte, Clarke hielt den Schläger rein und sorgte so für den Ausgleich. Das wirkte ziemlich einstudiert (52.).

Es war noch nicht der letzte Treffer im heute mit 5.000 Zuschauern ausverkauften PSD BANK DOME. Als die DEG mächtig Probleme hatte, kontrolliert und geordnet einen Angriff aus dem eigenen Drittel heraus zu initiieren, schlugen die Panther nochmals zu. Nehring hielt seinen Schläger in einen Pass, den Victor Svensson hinter dem Tor entlang spielen wollte. So kam der Puck zu Vincent Saponari, der mutterseelenallein - wie Paul Bittner am Donnerstag in Berlin - vor dem Tor stand und zur erneuten Führung traf (54.). Von diesem Rückschlag erholten sich die Hausherren nicht mehr. Diesmal konnte die DEG mit sechs Feldspielern keinen späten Ausgleich erzwingen.