Düsseldorfer EG holt Sieg gegen Iserlohn

Roosters im Schlussdrittel noch einmal gefährlich

Die Düsseldorfer EG hat am Dienstag, 7. Dezember 2021, bei den Iserlohn Roosters mit 4:3 gewonnen.

Düsseldorf - Hinter den Rot-Gelben liegen turbulente Wochen und Spiele. Nach einem fast schon historischen Sieg in Berlin gab es in der folgenden Heimpartie eine ärgerliche Niederlage gegen die Augsburger Panther. Gegen die Iserlohn Roosters wollte das Team von Harold Kreis zurück in die Erfolgsspur. Dabei helfen sollten unter anderem die Rückkehrer Brett Olson und Kyle Cumiskey, die ihre Verletzungen überstanden hatten. Im Tor startete Mirko Pantkowski.

Es waren noch nicht alle Fans auf dem Platz, da durften die heute nicht zugelassenen rot-gelben Fans vor den TV-Geräten bereits jubeln. Alexander Ehl nutzte noch in der ersten Minute des Spiels die erste Chance der DEG. Traumstart. Und es ging so weiter. Die in weiß spielenden Rot-Gelben machten weiter mächtig Druck und ließen die Roosters nicht ins Spiel kommen.

So war es nur folgerichtig, dass Carter Proft den Vorsprung wenige Minuten später im eigenen Powerplay ausbaute. Der Stürmer hielt die Kelle in einen Schlagschuss von Marco Nowak. 2:0 für die DEG. Im Anschluss wurde die Partie deutlich offener. Auch die Iserlohn Roosters nahmen nun am Spiel teil und erarbeiteten sich Chancen. Sie scheiterten allerdings stets am starken Pantkowski. Auf der anderen Seite hätte die DEG kurz vor Drittelende auf 3:0 erhöhen können, nachdem erst Brendan O´Donnell gegen Jenike vergab und Ehl den Abpraller knapp übers Tor setzte.

Roosters verkürzen, aber Bittner eiskalt

Der Beginn im Mitteldrittel war zunächst deutlich ruhiger als noch zum Start der Partie. Nach knapp drei Minuten fanden dann die Roosters schlussendlich einen Weg, um erstmals auf die Anzeigetafel zu kommen. Nach einem Fehler der DEG im eigenen Defensiv-Drittel nutzten die Gastgeber in Person von Ziegler ihre Chance. Nur noch 2:1 aus Sicht der DEG. Die Iserlohner danach mit wesentlicher mehr Spielanteilen, auch bedingt durch die wiedererwachten Fans. Pantkowski musste mehrfach in brenzligen Situationen retten. Der Schlussmann stabil und hellwach. Wach wurden zur Mitte des Drittels auch die Rot-Gelben langsam wieder und erspielten sich Chancen.

Und plötzlich hieß es Videobeweis. In eigener Unterzahl hatte die DEG einen tollen Konter gefahren, Jerry D´Amigo fehlten am Ende aber etwa 1,8 Zentimeter zum Jubel. Kurz darauf folgte ein Powerplay der Düsseldorfer, wo es eigentlich schon hätte klingeln müssen. Eder, O`Donnell, Olson, Fischbuch – alle hatten Großchancen. Am Ende war aber immer der ebenfalls glänzend aufgelegte Jenike im Kasten der Roosters da. Wenige Minuten vor der zweiten Sirene belohnten sich die Gäste dann endlich. Paul Bittner bekam den Puck im Slot und schlenzte ihn eiskalt in den Winkel. Kein geschnörkel, einfach drauf. 3:1. Mit angezeigter Strafe für Rot-Gelb ging es in die Pause.

Verrücktes Schlussdrittel

Das letzte Drittel startete mit einer sehr souveränen Unterzahl-Leistung der Düsseldorfer, die Roosters ohne gefährlichen Abschluss. Danach wurde die Partie wieder etwas ruhiger. Beide Teams fehlte so ein wenig der Zug zum Tor. Das änderte sich erst im nächsten Powerplay der DEG. Zwar war auch dieses nicht von Erfolg gekrönt, allerdings hatten Olson und O`Donnell durchaus die Möglichkeit, die Scheibe im Netz unterzubringen. Die Roosters erhöhten im Folgenden merklich den Druck. Erneut musste Pantkowski mehrfach sein Können beweisen. Dann war plötzlich Carter Proft frei durch und lief auf Jenike zu. Dieser blieb aber eiskalt und verhinderte die Entscheidung.

Dann wurde es kurios und voll im Torraum der DEG. Ein Iserlohner Stürmer überwand Pantkowski, allerdings rettete ein rot-gelber Verteidiger ebenfalls etwa 1,8 Zentimeter bevor die Scheibe über die Linie ging. Das war aber noch nicht das Ende der Szene, denn direkt im Anschluss gelang Tobi Eder der 4:1-Führungstreffer. Die Düsseldorfer hatten viel Platz, da die Roosters alles nach vorne warfen. ABER: Die Schiedsrichter gingen zum Videobeweis und schauten sich die Szene im Torraum von Pantkowski nochmal an. Am Ende ging aus Sicht der Gäste alles gut, die Führung zum 4:1 war geschafft. Aber es war immer noch nicht vorbei. Drei Minuten vor Schluss nutzten die Iserlohner ein Powerplay zum 2:4, wenige Sekunden später fiel sogar noch das 3:4, während Jenike vom Eis genommen worden war.