Düsseldorf stärkt die Atelierförderung

Einrichtung eines Beirates beschlossen

Der Kulturausschuss der Landeshauptstadt Düsseldorf hat in seiner letzten Sitzung die Einrichtung einen Atelierbeirats beschlossen.

Düsseldorf - Wie die vier bereits existierenden Fachbeiräte, bildende Kunst, Literatur, Musik, Tanz/Theater, soll der neue Beirat den Kulturausschuss mit seinem Fachwissen beratend zur Seite stehen. Die Einrichtung des Atelierbeirates ist Teil der Gesamtkonzeption für die Atelierförderung in Düsseldorf. "Ziel der Gesamtkonzeption ist die Sicherung, Qualifizierung und Neuschaffung von Ateliers für Düsseldorfer Künstlerinnen und Künstler. Hierdurch soll die Arbeits- und Lebensqualität verbessert und die Bindung an die Kunststadt Düsseldorf gestärkt werden", sagt Kulturdezernent Hans-Georg Lohe.

Aufgaben des Beirates werden zukünftig unter anderem sein, Richtlinien für die Vergabe von Ateliers zu erarbeiten, die einzelnen Förderungen (wie z. B. Mietkostenzuschuss, Atelierumbaukostenzuschuss oder Nachwuchsförderung) zu überprüfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln sowie die Stadtverwaltung bei der Neuschaffung von Atelierflächen zu beraten. Die Beratungsergebnisse des Beirates werden anschließend dem Kulturausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt.

Der Beirat soll analog zu den bereits existierenden vier Fachbeiräten besetzt werden und wird aus Politik, Kulturverwaltung sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kunstakademie, dem Rat der Künste, der Düsseldorfer Künstlervereinigung, dem Beirat für bildende Kunst sowie aus den Bereichen Architektur/Stadtentwicklung und Immobilienwirtschaft bestehen.

14 neue Atelierräume
Darüber hinaus hat der Kulturausschuss ebenfalls im Rahmen der Gesamtkonzeption für die Atelierförderung beschlossen, im Gebäude an der Kölner Straße 164 neue Atelierräume zu schaffen. Die Betreiberverantwortung für das Gebäude soll mittels eines unentgeltlichen Gebäudeleihvertrags für zunächst zehn Jahre an eine Künstlervereinigung übergeben werden.

Im Rahmen eines Kooperationsvertrages soll der Betreiber zusätzlich verpflichtet werden, die Vergabe der Ateliers entsprechend den Richtlinien der städtischen Atelierförderung vorzunehmen. In dem Gebäude sollen 14 Atelierräume (rund 480 Quadratmeter Atelierfläche in unterschiedlicher Größe und circa 60 Quadratmeter Gemeinschaftsfläche) sowie ein Ausstellungsraum (etwa 100 Quadratmeter) geschaffen werden.