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Düsseldorf probt den Ernstfall

Landesweite Übung zur Afrikanischen Schweinepest

Im Aaper Wald wird für den Regierungsbezirk Düsseldorf am Donnerstag, 14. März 2019, der Einsatz zur Eindämmung und Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest simuliert.

Düsseldorf - Daran beteiligen sich das zuständige Amt für Verbraucherschutz/Veterinäramt, die Feuerwehr Düsseldorf, das Ordnungsamt, das Garten-, Friedhof und Forstamt sowie für das Gebiet zuständige Jäger. Nach einer praktischen Einsatzübung am Morgen im Aaper Wald wird sich am Mittag der Einsatz im Krisenstab der Landeshauptstadt anschließen.

Nach Einschätzung des "Bundesinstituts für Tiergesundheit" muss mit einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland gerechnet werden. Diese Tierseuche ist zwar nicht auf Menschen und andere Tierarten übertragbar, allerdings wird es im Ernstfall darum gehen, die Tierseuche einzudämmen und zu bekämpfen, um zum Beispiel eine Ausbreitung auf Schweinemastbetriebe zu verhindern - ähnlich wie es in der Vergangenheit bei der Vogelgrippe der Fall war. "Die Bekämpfung und Eindämmung dieser Tierseuche erfordert im Ausbruchsfall besondere Vorkehrungen, denn im Fall eines Ausbruchs stoßen die klassischen Methoden der Tierseuchenbekämpfung an ihre Grenzen. Von daher ist es besonders wichtig, dass wir den Ernstfall mit allen beteiligten Institutionen proben und die Abläufe und realen Bedingungen darstellen und später analysieren, um Schwachpunkte ausfindig zu machen und abstellen zu können", erklärt Beigeordnete Helga Stulgies, zuständige Dezernentin für das Amt für Verbraucherschutz.

Ausgangspunkt der Übung ist der fiktive Fund eines infizierten toten Wildschweines im Aaper Wald. Der  Krisenstab tagt im Rahmen der Übung und stimmt die erforderlichen Handlungen im Hintergrund ab. Mit einer speziellen Software, der zentralen Tierseuchendatenbank, werden Restriktionsgebiete unter Berücksichtigung der lokalen Verhältnisse definiert. Eine Rolle spielen dabei zum Beispiel verschiedene Abstandszonen zum Fundort des infizierten Tieres, innerhalb derer bestimmte Maßnahmen ergriffen werden müssen. Weiter werden Meldesysteme überprüft sowie die Zusammenarbeit der Behörden und beteiligten Stellen geprobt.

Geübt werden auch praktische Dinge, zum Beispiel das Verladen und der Transport eines Kadavers in ein Labor sowie das Einrichten von Sperr-, Kontroll- und Pufferzonen und die Information der Bevölkerung.


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