17.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Düsseldorf im Zeichen der Martinszüge

Düsseldorf im Zeichen der Martinszüge

Am Samstag reitet St. Martin durch die Altstadt

Düsseldorf steht in diesen Tagen ganz im Zeichen von St. Martin. Dem alten Brauch folgend, ziehen rund 140 Martinszüge durch die Landeshauptstadt.

Düsseldorf - Hinter St. Martin hoch zu Ross folgt die große Kinderschar, auch heute noch vielfach mit selbst gebastelten Laternen. Höhepunkt des Martinsbrauchtums ist der abendliche Zug durch die Straßen und Gassen der Düsseldorfer Altstadt am Samstag, 10. November 2018, ab 17.00 Uhr. 1886, vor mehr als 125 Jahren, wurde dieser Zug erstmals organisiert.

Der Zug durch die Altstadt beginnt um 17.00 Uhr an der Lambertusstraße und zieht über Mühlenstraße, Burgplatz, Kurze Straße und Hunsrückenstraße auf die Bolkerstraße zum Marktplatz. Zur Einstimmung wird bereits ab 16.30 Uhr vor dem Rathaus die Geschichte von Sankt Martin verlesen. Gegen 17.30 Uhr ist auf dem Marktplatz dann die erste Mantelteilung zu erleben. Von dort geht es rund um den Carlsplatz und weiter über Mittelstraße und "Rheinort" zum Burgplatz, wo gegen 18.00 Uhr die zweite Mantelteilung stattfinden wird. Anschließend löst sich der Zug auf. Die Darstellung der Rollen von St. Martin und dem Bettler liegt wieder in bewährten Händen. Als St. Martin reitet Engelbert Jäger (65) im Zug, als Bettler ist Branko Alfermann (50) mit dabei.

Die Bräuche zum Martinsfest reichen bis weit ins Mittelalter zurück. Das liegt sicher auch daran, dass der Ruf des Hl. Martin schon im 11. Jahrhundert von Franken bis in das Sachsenland gedrungen war. Bereits im 5. Jahrhundert wählten ihn Kirchen, Klöster und Hospitäler zum Patron. Dazu beigetragen haben mag das geradlinige Eintreten von Martin für das Christentum. Der Sohn eines heidnischen römischen Offiziers 316 in Westungarn geboren ließ sich mit 18 Jahren taufen. Zuvor hatte er vor Amiens noch als Heide aus Barmherzigkeit mit einem Bettler seinen Soldatenmantel geteilt. Bald nach der Taufe verließ Martin das Heer und wurde Einsiedler. Er lebte in verschiedenen Klöstern und wurde schließlich um 370 gegen seinen Willen zum Bischof von Tours in Frankreich gewählt. 397 soll er gestorben sein.



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