Düsseldorf erweitert und modernisiert Gymnasien

Baubeginn für Anfang 2022 geplant

Das Marie-Curie-Gymnasium in Gerresheim wird umgebaut und erweitert, die GGS Kronprinzenstraße bekommt eine neue Sporthalle, Mensa und wird barrierefrei.

Düsseldorf - Die entsprechenden Ausführungs- und Finanzierungsbeschlüsse hat der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf in seiner Sitzung am Donnerstag, 1. Juli 2021, gefasst. Beide Schulbau-Projekte werden von dem städtischen Tochterunternehmen Immobilien Projekt Management Düsseldorf GmbH (IPM) umgesetzt. Der Baubeginn soll im 1. Quartal 2022 erfolgen.

Marie-Curie-Gymnasium: Erweiterung für G9
Aufgrund der Wiedereinführung des neunjährigen Bildungsgangs an Gymnasien (G9) hat die Landeshauptstadt Düsseldorf beschlossen, die dafür notwendigen baulichen Voraussetzungen am Standort des Marie-Curie-Gymnasiums umzusetzen. Damit soll die Vierzügigkeit am Marie-Curie-Gymnasium beibehalten werden. Die baulichen Maßnahmen auf insgesamt 9500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche beinhalten sowohl Umbauten im Bestand als auch einen Erweiterungsbau. Die geplanten Investitionskosten belaufen sich auf knapp 20,6 Millionen Euro (inklusive Ausstattung). Die Fertigstellung ist für Juni 2024 geplant.

Als Standort für die Schulerweiterung wird der südwestliche Zugangsbereich gewählt. An dem dort bestehenden Baukörper wird eine Erweiterung mit einer annähernd quadratischen Grundfläche angebaut. Die neue Mensa befindet sich im Erdgeschoss, die Klassen-, Fach- und Verwaltungsräume in den Obergeschossen. Die angrenzenden Räume im Bestandsgebäude zwischen Erweiterung und dem ersten Treppenhaus werden so umgebaut, dass über alle Geschosse eine Verbindung zum Erweiterungsbau gewährleistet ist.

Im Rahmen der Baumaßnahme wird an vielen Stellen auch ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet. So erhält das Flachdach des neuen Erweiterungsbaus eine extensive Begrünung. Darauf aufgeständert wird eine Photovoltaik-Anlage, die auf die Deckung des Eigenbedarfs ausgelegt ist.

Durch den sanierten Aufzug im Bestand wird der gesamte Gebäudekomplex barrierefrei. Dazu  werden im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes  Toilettenanlagen samt eines barrierefreien WCs für Rollstuhlnutzer geschaffen. Der Zugang zum Erweiterungsbau wird über ein taktiles Leitsystem auffindbar sein.

GGS Kronprinzenstraße: Neue Mensa und neue Sporthalle
Die Zügigkeit der GGS Kronprinzenstraße soll zum Schuljahr 2023/2024 von aktuell zwei auf drei Züge erhöht werden. Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude wird dazu umgebaut und bekommt zur barrierefreien Erschließung einen außenliegenden Aufzug. Die Schule erhält zu dem zwei Erweiterungsneubauten: Eine Einfeld-Sporthalle mit Umkleideräumen sowie ein Mensa-Gebäude mit Cook & Chill-Küche und Pausen-WCs im Erdgeschoss. Im Obergeschoss befinden sich dort Personalräume für das Küchenpersonal, Lehrer-WCs sowie ein Büro für OGS-Mitarbeiter mit angrenzendem Lagerraum.

Die Außenanlagen werden zudem vollständig überarbeitet. Durch die erforderlichen Neubauten wird der Schulhof stark verkleinert, deshalb wurde hier ein Konzept für eine autofreie Schule entwickelt: Auf die gemäß Stellplatzsatzung erforderlichen Pkw-Stellplätze wird zugunsten der Schulhoffläche verzichtet. Lediglich ein  barrierefreier Stellplatz wird auf dem Grundstück eingeplant. Die erforderlichen Fahrrad- und Rollerstellplätze werden auf dem östlichen Teil des Schulhofs platziert.

Für das Modernisierungs-Projekt an der GGS Kronprinzenstraße stellt der Rat 8,4 Millionen Euro bereit. Die Fertigstellung ist für das 3. Quartal 2023 vorgesehen.