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Düsseldorf eröffnet weitere Obdachlosen-Unterkunft

Zentrale Lage an der Schützenstraße

Noch vor dem Start der Winternothilfe wird eine neue, zentrale Obdachlosenunterkunft im ehemaligen Caritas Haus "Don Bosco" in der Stadtmitte an der Schützenstraße eröffnet werden.

Düsseldorf - Erst am Donnerstag, 26. September 2019, hat die Stadtverwaltung an der Aldekerkstraßein einer ehemaligen Schule in Heerdt ein neues Angebot präsentiert. In diesem "nächtlichen Notdach", das ab Montag, 30. September, wieder täglich von 18.00 bis 8.00 Uhr geöffnet sein wird, dürfen auch Hunde mitgebracht werden. Die Hilfsangebote wurden den Betroffenen bereits Mitte September durch Streetworker unterbreitet.

Außerdem veranstaltetet das Amt für Migration und Integration am kommenden Dienstag, 1. Oktober, einen "Streetwork Konvent - Düsseldorf gegen Obdachlosigkeit", bei dem die Partner der Stadt eingeladen sind. Ziel ist es, sicherzustellen, dass für die anstehenden Wintermonate ausreichend Maßnahmen vorbereitet und getroffen werden. Gleichzeitig stehen die Verbesserung der Kommunikation bestehender und neuer Angebote sowie die grundsätzliche Zusammenarbeit im Kampf gegen Wohnungslosigkeit auf der Agenda.

Aus Streetwork, den Notschlafstellen, den Fachberatungsstellen, den Tagesstätten und der stationären Hilfe sowie den Notunterkünften und auch dem Probewohnen konnten im vergangenen Jahr insgesamt 379 Menschen in eine Wohnung vermittelt werden. Trotzdem leben derzeit in Düsseldorf mehrere hundert Menschen dauerhaft auf der Straße. Circa 400 Menschen sind in stationären Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe und rund 1.100 Menschen in städtischen Notunterkünften untergebracht - sowohl in Gemeinschaftsunterkünften als auch in Einzelwohnungen. Daneben stehen ganzjährig rund 140 Plätze in Notschlafstellen zur Verfügung. Die Anzahl dieser Plätze kann bei Bedarf jederzeit erweitert werden. Im Rahmen der humanitären Hilfe in Höhe von 300.000 Euro wurde auch eine Notschlafstelle und eine Möglichkeit für den Tagesaufenthalt für Bürgerinnen und Bürgern aus EU-Staaten, die sonst keinen direkten Zugang zum Hilfesystem haben, in Zusammenarbeit mit der Diakonie Düsseldorf und den "franzfreunden" eingerichtet. Damit sollen weitere sogenannte Platten verhindert werden.

Sowohl tagsüber als auch nachts besteht für betroffene Personen ganzjährig ein umfassendes Unterbringungsangebot. Darüber hinaus unterhält die Stadtverwaltung Gemeinschaftsunterkünfte, in denen Menschen, die derzeit keinen Zugang zum Wohnungsmarkt haben, vorübergehend abgeschlossenen Wohnraum finden. In diesen Einrichtungen besteht auch die Möglichkeit zur Körper- und Wäschepflege, zur medizinischen Grundversorgung und zur Sozialberatung. Bei der Beratung steht die Vermittlung von Wohnraum, wie zum Beispiel in eine eigene Wohnung, in eine besondere stationäre Einrichtung oder in eine städtische Notunterkunft, im Vordergrund. In den Tagesstätten sowie von der Bahnhofsmission und der Armenküche werden bei Bedarf warme Mahlzeiten und warme Getränke angeboten.

Die Arbeit im Kampf gegen Obdachlosigkeit ist kleinteilig. Trotzdem finden sich auch immer wieder Erfolgsgeschichten wie beispielsweise mit der Gruppe von Übernachtern am NRW-Forum, deren Verbleib dort nach dem Ende der Winternothilfe nicht mehr geduldet wurde. Diese konnten mit Hilfe der sozialen Begleitung durch die Diakonie Düsseldorf erfolgreich in ein neues, befristetes, niederschwelliges Wohnprojekt aufgenommen werden. Von den zehn Bewohnerinnen und Bewohner (zwei Frauen und acht Männer) sind sieben beim Jobcenter und ein Bewohner bei der Bundesagentur für Arbeit angebunden. Zwei Personen haben eine geringfügige Beschäftigung aufgenommen, eine weitere Person bekam nach einer Probezeit einen Arbeitsvertrag im Rahmen der Wiedereingliederung. Ein Bewohner ist aufgrund einer Arbeitsaufnahme an den Niederrhein verzogen.


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