Dritter Ebola-Patient zur Behandlung in Leipzig

UN-Mitarbeiter aus Sudan in Klinik gebracht

In Leipzig ist ein dritter Ebola-Patient aus Westafrika eingetroffen.

Leipzig - Nach Angaben des Klinikums St. Georg wurde der Mann am Morgen eingeliefert. Dem sächsischen Gesundheitsministerium zufolge handelt es sich um einen Mitarbeiter der Vereinten Nationen aus dem Sudan, der sich in Liberia mit dem tödlichen Virus infizierte. Details wollen Behörden und Krankenhaus nach eigenen Angaben später am Tag nennen.

Das Krankenhaus ist eines von sieben deutschen Behandlungszentren für Patienten mit hochgefährlichen ansteckenden Krankheiten wie Ebola. Erkrankte können dort auf hermetisch abgeschotteten Isolierstationen von speziell geschulten Ärzten und Pflegekräften intensivmedizinisch betreut werden.

Zuletzt waren bereits zwei an Ebola erkrankte Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in vergleichbaren Spezialkliniken in Hamburg und Frankfurt am Main aufgenommen worden. Sie hatten sich beim Kampf gegen die seit Monaten in Westafrika wütende Epidemie angesteckt. Der Hamburger Patient wurde inzwischen entlassen, die Klinik beschrieb seinen Zustand als gut.

(xity, AFP)