16.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Drei Tote bei Hubschrauberabsturz in der Ostsee

Drei Tote bei Hubschrauberabsturz in der Ostsee

Helikopter der Rettungsflugwacht bei Übung verunglückt

Nach dem Hubschrauberabsturz in der Ostsee mit drei Toten haben Experten mit der Suche nach der Unglücksursache begonnen. Ein Schiff brachte das aus dem Meer geborgene Wrack des Unglückshubschraubers an den Marinestützpunkt Warnemünde.

Nach dem Hubschrauberabsturz in der Ostsee mit drei Toten haben Experten mit der Suche nach der Unglücksursache begonnen. Ein Schiff brachte das aus dem Meer geborgene Wrack des zur DRF Luftrettung gehörenden Unglückshubschraubers an den Marinestützpunkt Warnemünde, wie ein Marinesprecher sagte. Dort begannen Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) mit ihren Untersuchungen. Im Internet kondolierten derweil hunderte Menschen den Hinterbliebenen.

Der Hubschrauberabsturz hatte sich am Freitagabend bei einem Trainingsflug etwa zwei Seemeilen östlich vom Darßer Ort in Mecklenburg-Vorpommern ereignet. Dabei kamen der 53-jährige Pilot, ein 45-jähriger Rettungsassistent und ein 47-jähriger Notarzt ums Leben. Der 47-jährige Co-Pilot konnte gerettet werden und kam in ein Krankenhaus. Nach Angaben einer DRF-Sprecherin war der Co-Pilot zwar ansprechbar. Er habe aber unter Schock gestanden und gegenüber der DRF keine Aussagen zur Unglücksursache machen können.

Die Unfallursache blieb deshalb zunächst unbekannt. "Das ist uns völlig unerklärlich", sagte die Sprecherin. Das Team galt als sehr erfahren, der Hubschrauber sei "technisch einwandfrei" gewesen. Der Hubschrauber wird dort zur Betreuung einer Offshore-Windanlage eingesetzt, bei der Übung am Freitagabend wurde das Absetzen eines Notarztes per Seilwinde auf ein Schiff der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) geübt. Es sei ein Einsatz gewesen, wie er fast wöchentlich geflogen werde.

Der Hubschrauber sei beim Anflug in rund 1,8 Kilometer Entfernung des Schiffs plötzlich abgesackt und ins Meer gestürzt, berichtete die Sprecherin der DRF Luftrettung unter Berufung auf Augenzeugen. Der DGzRS-Seenotkreuzer sei sofort zur Unglücksstelle gefahren und habe zwei der vier Besatzungsmitglieder aus dem Wasser retten können. Einer von ihnen starb später. Zwei weitere Besatzungsmitglieder wurden nach intensiver Suche schließlich gegen Mitternacht tot aus dem Meer geborgen.

Das Hubschrauberwrack konnte am Samstagabend aus der Ostsee geholt und per Schiff nach Warnemünde gebracht werden. In einer Halle der Marine sollte der Hubschrauber dort untersucht werden. Wann die Untersuchungsergebnisse vorliegen, blieb zunächst offen.

Derweil sorgte das Unglück innerhalb der Deutschen Luftrettung für große Trauer. Die Mitarbeiter hätten Freunde verloren, sagte die DRF-Sprecherin. In einem im Internet geschalteten Kondolenzbuch trugen sich bis zum Sonntag knapp 500 Menschen ein, um ihr Beileid zu bekunden.

© 2014 AFP


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