Drei mutmaßliche Extremisten aus Raum Ulm festgenommen

Haftbefehle wegen Verdachts auf Terrorismusfinanzierung

Die Polizei in Ulm hat drei mutmaßliche islamistische Extremisten festgenommen, die Geld für den Kampf der IS-Dschihadisten gesammelt haben sollen.

Ulm - Die Männer im Alter von 20 bis 25 Jahren stehen unter dem dringenden Verdacht der Terrorismusfinanzierung, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart und die zuständigen Polizeipräsidien am Mittwoch mitteilten. Sie ließen demnach gesammeltes Geld Mitgliedern der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zukommen.

Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass die Festgenommenen selbst in den bewaffneten Kampf ziehen wollten. Im Raum Ulm sollen die drei Männer den Ermittlungen zufolge mehrere Koran-Verteilaktionen im Rahmen des umstrittenen Projekts "Lies" organisiert haben.

Gegen einen 20 Jahre alten Mann sowie zwei 25-Jährige bestanden bereits seit Ende vergangenen Jahres Ausreiseverbote. Schließlich wurden sie am Sonntag in Ulm und im Alb-Donau-Kreis festgenommen. Am Montag wurden sie dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehle erließ. Die drei Männer befinden sich seither in Untersuchungshaft.

(xity, AFP)