Drei Festnahmen in Berlin in Zusammenhang mit Einbruch in Grünes Gewölbe

Durchsuchung von 18 Objekten - Rund 1600 Beamte im Einsatz

Bei einer Großrazzia im Zusammenhang mit dem spektakulären Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden sind am Dienstagmorgen drei Tatverdächtige festgenommen worden.

Berlin - Die Festnahmen erfolgten durch Spezialkräfte in Berlin, wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilte. Demnach wurden 18 Objekte durchsucht, Schwerpunkt des Einsatzes sei der Berliner Stadtteil Neukölln.

Die Festgenommenen seien dringend tatverdächtige deutsche Staatsbürger. Die Staatsanwaltschaft Dresden werfe ihnen schweren Bandendiebstahl und Brandstiftung in zwei Fällen vor. Sie sollten noch im Verlauf des Tages einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

An dem Großeinsatz sind nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft mehr als 1600 Polizeibeamte unter Frühung der Soko "Epaulette" beteiligt. Derzeit würden 18 Objekte durchsucht, darunter zehn Wohnungen sowie Garagen und Fahrzeuge.

Im Zentrum des Einsatzes stehe "die Suche nach den entwendeten Kunstschätzen und möglichen Beweismitteln wie Speichermedien, Bekleidungsstücken und Werkzeugen", erklärte die Polizei Sachsen im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Ende November 2019 waren Einbrecher durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen Minuten stahlen sie aus einer Ausstellungsvitrine historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto, das sie später in Brand setzten.

(xity, AFP)