18.02.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Draht in Szene gesetzt

Draht in Szene gesetzt

Sonderausstellung im Deutschen Drahtmuseum

Die neue Sonderausstellung im Deutschen Drahtmuseum in Altena zeigt wie facettenreich der Werkstoff sein kann: Der Fotograf Klaus Storch hat über vier Jahre Drahtfabriken in Altena und Umgebung besucht.

Lüdenscheid - „Wenn man in Altena aufwächst, kommt man an Draht nicht vorbei“, steht für Klaus Storch fest. Warum also nicht Draht als Fotomodell, dachte sich der leidenschaftliche Fotograf. Von 2014 bis 2018 besuchte er ein Dutzend Drahtfabriken in der Burgstadt und Umgebung. 3.000 Bilder entstehen. Gemeinsam mit Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen des Märkischen Kreises, sucht Storch 65 Bilder aus. Sie sind ab 1. März im Sonderausstellungsraum des Deutschen Drahtmuseums in Altena zu besichtigen.
„Es ist erstaunlich, wie das Auge eines Fotografen Draht sehen kann“, bemerkt Dr. Agnes Zelck: „So ansprechend und fesselnd kann dieser unscheinbare Werkstoff sein“. In der Ausstellung sind die Fotografien losgelöst vom technischen Hintergrund. Es gehe um die ästhetische Dimension der Bilder. Detailaufnahmen sowie Fotografien ganzer Fabrikhallen sind zu entdecken und zeigen eine besondere Vielfalt: „Manche Mitarbeiter wussten selber nicht, dass sie solche Motive in ihrer Firma haben“, berichtet Storch. Menschen tauchen bewusst nur selten in den Fotos auf. Formen und Linien prägen die Darstellungen ebenso wie das Spiel mit Farben. Draht ist nur silber oder grau? Klaus Storch beweist das Gegenteil.
Für den 66-Jährigen ist es nicht die erste Ausstellung in Altena. So präsentierte der preisgekrönte Fotograf zum Bau des Erlebnisaufzugs in Altena großformatige Porträts der Bauarbeiter in der Fußgängerzone.
Die Ausstellung ist vom 1. März bis zum 6. September im Deutschen Drahtmuseum in Altena zu sehen. Die feierliche Eröffnung findet am Sonntag, den 1. März 2020 um 11 Uhr statt.


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