24.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Doppelspitze am Schauspielhaus bleibt bestehen

Doppelspitze am Schauspielhaus bleibt bestehen

Intendanz und Geschäftsführung bleiben bis 2026

Die Spitze des Düsseldorfer Schauspielhauses verlängerte am Dienstag, 12. Februar 2019, ihren Vertrag. Generalintendant Wilfried Schulz und Geschäftsführerin Claudia Schmitz bleiben bis zum Jahr 2026.

Düsseldorf - NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen und Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel haben in einem Pressegespräch über die Vertragsverlängerung der erfolgreichen Doppelspitze der Neue Schauspiel GmbH berichtet. Die Verträge von Generalintendant Wilfried Schulz und der Kaufmännischen Geschäftsführerin Claudia Schmitz werden ab der Spielzeit 2021/22 bis zur Spielzeit 2025/26 verlängert. Dies haben der Aufsichtsrat des Düsseldorfer Schauspielhauses und die Gesellschafter, die Landeshauptstadt Düsseldorf und das Land Nordrhein-Westfalen, einstimmig beschlossen. Wilfried Schulz und Claudia Schmitz haben im Beisein von Ministerin Pfeiffer-Poensgen und OB Thomas Geisel die Verträge am Dienstag, 12. Februar 2019, unterzeichnet.

Stadt und Land hatten dem Aufsichtsrat die frühzeitige Verlängerung  der Doppelspitze vorgeschlagen. Für die Aufsichtsratsvorsitzende, Ministerin Pfeiffer-Poensgen, ist vor allem eine klare Perspektive angesichts der ausgezeichneten künstlerischen Arbeit wichtig: "Wilfried Schulz hat gemeinsam mit Claudia Schmitz das Düsseldorfer Schauspiel nach einer tiefen Krise zu einem der führenden Häuser in Deutschland gemacht, dessen Produktionen auch international beachtet werden. Daher ist es mir sehr wichtig, dem Leitungsteam und den herausragenden Künstlerinnen und Künstlern am Schauspielhaus frühzeitig eine Sicherheit für die Planungen zu geben."

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Düsseldorfer Schauspielhauses, Oberbürgermeister Thomas Geisel: "Wilfried Schulz und Claudia Schmitz haben es mit großem Engagement und Einfallsreichtum geschafft, die Sanierungsphase am Gründgens-Platz zu einer Erfolgsgeschichte für das Schauspielhaus zu machen. Sie haben das Programm des Theaters an viele spannende Orte der Stadt hinaus getragen, und mit vielen wunderbaren Inszenierungen ein breites Publikum angesprochen. Das hat mir imponiert, und deshalb freue ich mich auf die weitere Zusammenarbeit."

"Unter den schwierigsten äußeren Bedingungen haben hochengagierte Künstlerinnen und Künstler und ein neugieriges Düsseldorfer Publikum in den letzten Spielzeiten zueinander gefunden. Mit der Rückkehr in das Haus am Gustaf-Gründgens-Platz gibt es wieder einen zentralen gemeinsamen Ort, an dem wir die Frage, wie wir miteinander leben wollen, verhandeln können, ein geschichtsbewusstes, sich der Gegenwart stellendes und die Zukunft suchendes Theater für alle Generationen, alle Communities und Schichten dieser Stadt. Ich freue mich auf die Arbeit, die sich dort mit den vielen das Haus tragenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fortsetzt – noch einmal neu und immer wieder anders. Und ich danke für das Vertrauen", sagt Wilfried Schulz.

"Natürlich freut mich persönlich die Verlängerung meines Vertrages. Aber vor allem freut mich, dass mit der Verlängerung unserer Verträge auch die Rahmenbedingungen für das Düsseldorfer Schauspielhaus bis 2026 gesichert sind und wir nun, mit der Spielzeit 2019/20 anfangen, das zu tun, wofür wir im August 2016 angetreten sind: das Düsseldorfer Schauspielhaus am Gustaf Gründgens Platz für die Menschen in der Stadt und Region neu zu öffnen", sagt Claudia Schmitz.

Renommierte Regisseurinnen und Regisseure wie Robert Wilson, Roger Vontobel, Bernadette Sonnenbichler, Armin Petras, Andreas Kriegenburg, Joanna Praml, Sebastian Baumgarten, Barbara Bürk und erstklassige Schauspielerinnen und Schauspieler, die Gründung der Bürgerbühne sowie die ausgezeichnete Arbeit des Jungen Schauspiels prägen die ersten Jahre der Intendanz. Der Erfolg hat nicht nur Folgen für die Wahrnehmung der künstlerischen Leistung und die Bedeutung des Theaters, sondern auch für die ökonomische Situation des Hauses. Eine ausgezeichnete Auslastung, erfolgreiche Gastspieleinladungen wie zuletzt nach Shanghai sowie Zusatzförderungen von Stiftungen für die Kunst und Sponsoren für die Baumaßnahmen stärken die Basis für die künstlerische Arbeit. 

Intendanz, Leitungsteam und Ensemble schaffen damit quer durch die Generationen und Gesellschaftsschichten einen wichtigen öffentlichen Ort der Kunst, der Begegnung, des Diskurses und der kulturellen Bildung. Dies ermöglicht eine breite Teilhabe und Öffnung des Theaters für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt.


Doppelspitze am Schauspielhaus bleibt bestehen
Werbung

Copyright 2018 © Xity Online GmbH